Beiträge von Sonnenkönigin

    Ich habe bis jetzt mehr mit Lehrerkalender, Mappen und DINA5-Blättern, die ich mir in die jeweiligen Fachbücher mit allen an diesem Tag in dieser Klasse zu erledigenen Dingen gelegt habe, gearbeitet.
    Einige Vorschläge werd ich viell. mal aufgreifen - vielen Dank auf jeden Fall schon mal. EIne Kollegin von mir benutzt ein I-Pad - was haltet ihr davon?

    Also mittlerweile hab ich das Gefühl, dadurch, dass man ständige mehrere Dinge auf einmal machen muss (UB vorbereiten, normalen Unterricht planen, Klausuren konzipieren, Elterngespräche führen, Infos von allen Seiten einholen und versuchen, zusammenzubringen, QA), mich auf gar nichts mehr konzentrieren zu können. Wenn ich im Geiste durchgehe, an was ich an einem normalen Schultag so alles denken muss - Nachhalten vergessener HA in verschiedenen Klassen, Absprechen der nächsten KA mit Koll., neue Konzipierung eines Kurses in der Oberstufe, Zusatzmaterial f. manche Klassen, Voktests zurüchgeben von SUS, die nicht da waren etc. pp.), finde ich, das sprengt jeden Rahmen. Und dabei bin ich nicht mal KL oder hab irgendwelche Sonderaufgaben. Wie geht es euch damit?
    Aber am schlimmsten sind wie gesagt die UBs - die machen einen für den normalen Unterricht unbrauchbar an diesen Tagen- ich habe da Karten, Texte, Folien etc. pp.und muss alles zum richtigen Zeitpunkt an die SUS ausgeben - ich finde, das kann einen ganz schön kirre machen. Und während ich das plane, muss ich ja gleichzeitig noch den "normalen" Unterricht für diesen Tag planen.
    In der GS fand ich es besser, weil man da wenigstens nur EINE Klasse hat, und sich voll darauf konzentrieren kann, was da alles zu erledigen ist, ist zwar auch anstrengend, aber dieses permanente Hn und Her zwischen verschiedenen Klassen und Stufen finde ich sehr stressig.
    Freue mich wie immer über eure Meinungen!


    Sonnenkönigin

    Ja, da könntest du recht haben - unsere SUS sind wirklich erstaunlich brav - deshalb denke ich, dass sie eigentlich ganz pflegeleicht sind, aber ich ihnen durch irgendwelche falschen Signale in Körperhaltung oder was auch immer suggeriert habe, das man mich nicht so ernst nehmen muss. Es sind halt viele Jungen in dem Kurs, obwohl ich sagen muss, dass ich mit irgendwelchen Rabauken eigentlich besser klarkomme, als mit so braven Mädels, die zwar hintenrum tuscheln, aber nie offen was sagen. Ich mag halt Menschen, die aus der Reihe tanzen, und das spüren die instinktiv, denke ich!

    Also ich lass sie einfach durchzählen bis 4 (sie kriegen nummerierte Karten und sehen dann, welche Nr. welcher Rolle entspricht, die sie übernehmen sollen) und sie müssen dann die Tische zusammenschieben oder ich überlege noch, die Gruppentische schon vorher so anzuordnen. Dann wollte ich noch mal neue Gruppen bilden lassen, aber das lass ich jetzt lieber - wird zu umständlich.


    Sonnenkönigin

    Das sind gute Tipps - ich glaub, ich muss einfach selbstsicherer rüberkommen, denn die testen mich noch.
    Dann habe ich ihnen auch noch gesagt, dass sie nächste Std. gut mitarbeiten müssen, weil mein FL kommt

    Auf solche Ansagen verzichten, außer vielleicht bei der Lehrprobe. Im besten Fall den Kindern noch sagen, dass Besuch kommt und Du entsprechendes Benehmen erwartest. Aber nicht sagen, dass der Besuch für Dich wichtig ist oder dass sie tolle Leistungen bringen müssen. Die Kinder wissen, dass bei Besuch in der Klasse natürlich gutes Benehmen erwartet wird. Leistungsbezogene Ansagen können sie übrigens auch zum Schweigen bringen - nicht aus Bösartigkeit, sondern Befangenheit.

    Das ist ja eine Art Lehrprobe und da sollen sie sich gut benehmen - dass das für mich wichtig ist, hab ich nicht gesagt. Ich meinte, dass es ich z. B. eigentlich auch immer erwarte, dass sie pünktlich kommen.

    Hi zusammen,


    habe jetzt nach den Sommerferien einen neuen Kurs EF 10 in Englisch übernommen - da sind viele Jungen drin, die sich für die Obercoolen halten. Ein Mr. Oberschlau meldet sich immer, wenn er meint, irgendwelche Worte an der Tafel wären falsch geschrieben - sind sie aber nicht. Er schafft es aber, damit auch bei den anderen Zweifel zu wecken, ob das so richtig ist, was ich mache. 2-3 Mal pro Stunde applaudieren sie auch, wenn jemand etwas gemacht hat - in einem Fall berechtigt, in einem and. Fall nonsense. Dann verteile ich noch ein schwarzes Schaf, wenn jmd. während der Std. Deutsch spricht (er muss dann eine Präsentation auf Englisch für die nächste Std. machen - 2-3 Min.) und fragen schon gleich nach, ob sie es nicht auch haben können - führen also meine Maßnahme ab absurdum. 4 Leute sind letztes Mal zu spät gekommen.
    Dann habe ich ihnen auch noch gesagt, dass sie nächste Std. gut mitarbeiten müssen, weil mein FL kommt - das wirkt irgendwie so, als würde ich mich bei ihnen anbiedern. Wie kann ich das Ruder wieder herumreißen? Habt ihr Tipps auf Lager?


    LG


    Sonnen

    meine SL kam auch, als ich noch gar kein Seminar hatte - vielleicht ist das aber auch besser - da ist man so ganz unbelastet - das Seminar gibt einem nicht wirklich Hilfestellungen - das ist oft auch nur holde Theorie - also, es ist nicht von FL zu FL verschieden, wie sie es haben wollen und oft ist auch das noch nebulös und was die Umsetzung angeht, geben sie einem nicht wirklich konkrete Hilfen. Von daher kann es auch noch eine zusätzliche Belastung sein - dass man nämlich ständig im Kopf hat, eigentlich alles ganz anders machen zu müssen!


    Viel Glück für die UBs - wichtig ist, dass man viel Selbstbewusstsein ausstrahlt, aber daran hapert's bei mir auch im Mom.


    Liebe Grüße


    Sonnenkönigin

    Also, ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch. In meinem nächsten UB in Englisch (10 EF) wollte ich bereits vorher die Gruppentische hinstellen, damit es nicht so eine endlose Schieberei gibt. Es sitzen dann jeweils 6 SUS an 4 Gruppentischen. Ich habe 4 Charaktere, deren Position zu einem bestimmten Thema (geht um teenage pregnancies) jeweils eine Gruppe mit Folie am OHP präsentieren soll. Jeder Tisch übernimmt also eine Person. Anschließend sollen die 4 Personen in eine Gruppendiskussion miteinander eintreten, d. h. die Gruppen müssten sich neu mischen und nun müssten jeweils an einem Tisch die 4 Charaktere sein. Nur, wie mache ich das? Lasse ich die SUS sich selbst mischen? Zumindest müsste ja jeder ein Namensschild haben, damit man weiß, wer wer ist. Oder lasse ich die 4 Gruppen bestehen, d. h. jeder Tisch bereitet nur eine Rolle vor und trifft dann erst in der Gruppendiskussion auf die anderen - dann ist es aber schwer, die Diskussion in Gang zu kriegen. Ich hab das schon mal an der Gruppe durchexerziert, da hat es gut geklappt, aber das waren auch gute/nette SUS.
    Während die SUS die 4 Rollen vorspielen, sollen die anderen Beobachtungsbögen ausfüllen - soll dann jeder alle beobachten? Das wäre ja zuviel Aufwand - dann müsste man die Beobachtenden auch wieder einteilen, dass jeder nur eine Person beobachtet - aber wie teilt man sie dafür ein?


    Wer hat Ideen und kann mir weiterhelfen?


    Danke im Voraus.


    Sonnenkönigin

    Ich habe nicht geschrieben, dass die Idee der Beziehungsarbeit von der Didaktik erfunden wurde, sondern nur, dass es sich um eine zentrale didaktische (oder vorsichtiger: pädagogische) Idee handelt,

    Aber dazu brauche ich doch nicht die Didaktik - das sagt mir doch mein gesunder Menschenverstand, dass die Beziehungsarbeit bei der Wissenschaftsvermittlung eine zentrale Rolle spielt. Vielleicht sollte wir den eher bemühen statt irgendwelche wissenschaftl. Theorien?

    bestehen, dass ein Seminarvertreter dabei ist - leider kennt sich mit PE kaum jemand aus und deshalb ist es besser, auf NR sicher zu gehen. Und es kotzt mich an, PE immer als "NIcht-Erfüller"-Status ausgedeutet zu bekommen - es gibt auch viele Leute, die freiwillig nur die PE machen wollen, obwohl sie für die OBAS qualifiziert wären, wie meine Wenigkeit z. B.

    Ich würde sagen, rein vom Seminar her ist das 1. Ausbildungsjahr besser - man ist noch neu, es ist mehr ein gegenseitiges Beschnuppern und es wird noch nicht soviel erwartet. Danach müssen die Unterrichtsentwürfe ausgefeilter und die UBs besser sein - obwohl man in der Zwischenzeit zumindest im Seminar nicht wirlich gezeigt bekommen hat, wie es denn nun sein soll. An der Schule ist es umgekehrt, da wird es besser, je länger man da ist - die versuchen, Neue extrem auszutesten.
    Und man wird als PEler schon sehr stiefmütterlich behandelt - nach dem Motto: "Das müssen Sie nicht wissen, Sie machen ja nicht die RICHTIGE Ausbildung" oder von FL (nicht von allen): "Es kann ihnen ja eh egal sein, was ich sage, bei ihnen entscheidet ja der SL". Es ist so eine Mischung aus Neid, dass man nicht soviel machen muss wie die OBASLER und Misstrauen, weil man ja nicht so sehr dafür geschwitzt hat wie die OBASLEr (dafür hat man allerdings auch einen anderen Status und eine schlechtere Bezahlung, was viele gern vergessen) und dafür die Lorbeeren auch eigentlich nicht verdient hat. FInde das Ganze sehr unbefriedigend - ist nicht wirklich gut durchdacht. Und es mag auch noch die extreme Zertifikatsgläubigkeit der Deutschen dahinter stecken - wenn man den offiziellen Schein, sprich das 2. Staatsexamen, dafür nicht hat, dann kann man auch nix. Hat man den Lappen dafür - wie unfähig man auch immer in der Praxis sein mag - (leider kenne ich zuviele, die diesem Vorurteil entsprechen), dann kann man es offiziell halt und niemand kann einem etwas anhaben.

    dass die PE eigentlich eine Mogelpackung ist - zu der niemand etwas Genaues weiß, weder SL noch Seminar. Man denkt wohl, dass die Leute zuwenig Ausbildung bekommen (ist meiner Meinung nach nicht der Fall, nur die Betreuung an der Schule müsste besser geregelt sein).Und es ist nicht wirklich klar, ob man damit in die Oberstufe kann- also die Eingangsstufe kann man wohle machen, aber ohne Zusatzprüfung weder Quali noch Abi. Andererseits ist man (sprich die SL) froh. dadurch die lästigen Stunden der OBAS einsparen zu können - ist halt ein zweischneidiges Schwert. Ich kann nur sagen, dass ich OBAS auf keinen Fall machen wollte - auch noch benotete UBs unter den Bedingungen, da würde ich durchdrehen.

    ob eine endlose verlängerung von vertretungsstellen möglich ist - ich habe gehört, nicht, dann gab es aber wieder schulen, wo der direx für einige vertretungskräfte immer wieder eine verlängerung gekriegt hat. aber mal im ernst -willst du jedes mal dieses zittern und bangen mitmachen, ob du wieder eine anschlussstelle kriegst? oder bist du finanziell nicht so drauf angewiesen und könntest dann journalistlisch mehr machen? dann würde ich auf das ref verzichten, denn das ist ein psycho-stress, den sich niemand antun muss. zumal in fortgeschrittenerm alter - da lässt man sich ungern wie ein azubi behandeln und glaub mir, das machen dir mit dir.

    So lange die nämlich nicht empirisch und quantitativ arbeitet, sondern weiter qualitativ vor sich hinwurstelt, ist die nämlich wie die meisten Geisteswissenschaften nichts als ein ideolgisch gesteuerter Spekulierklub.
    Toll formuliert, Kompliment! Ich stimme dir zu, was die Unwissenschaftlichkeit der Didaktik angeht und da diese nun einmal gegeben ist, lasst mich doch weiter mehr oder weniger aus dem Bauch heraus agieren, wenn es dabei besser läuft. Allerdings bist du doch selber Geisteswissenschaftler(in) - warum verteufelst du nun alles?

    Ich gebe dir völlig recht - und hinzu kommt ja noch, dass in selbigem seminar für lehrerausbildung, wo man ja die tolle, neue didaktik lernen soll, fast alles völlig lehrerzentriert abläuft "natürlich sollen sie das in der praxis nicht so machen - aber ich spiel jetzt mal eben den lehrer und sie sind die schüler - obwohl sie das natürlich nicht wirklich sind - sie sind ja viel netter" - noch fragen?

    Geburt eines Kindes nicht unbedingt amtlich anmelden - da man dort eh kein Kindergeld bekommt, lohnt sich der Aufwand auch nicht. Wir hatten auch oft Roma mit abenteuerlichen Geburtsdaten.

    Ich werde ihr vorschlagen, Sie soll den Schüler auffordern, zukünftig Herzstillstände mindestens 1 Woche vorher anzukündigen, damit sie genug Zeit hat, eine Begrüßungsrede für den Notarzt zu schreiben und den Sanitätern einen Kaffee anbieten kann.
    Außendarstellung ist bei uns extrem wichtig.

    der Amtsschimmel lässt grüßen - ist ja gruselig - hast du ihr auch gesagt, was sie für einen ärger bekommen hätte, wenn du den dienstweg eingehalten hättest und der schüler verstorben wäre? unglaublich, was sich manche leisten. aber es ist ähnlich wie in der wirtschaft - nicht die fähigsten leute komme an die spitze, sondern die, die sich am besten durchgebissen haben - manchmal im wahrsten sinne des wortes.
    ich hätte mich auch tierisch darüber aufgeregt - vor allen dingen, weil du ja super besonnen reagiert hast - wie du selber schon sagst, hätten viele das sicher nicht hinbekommen.

    das mit den mathevideos. aber ich find es echt blöd, dass man die SUS es dann nur zu zu Hause gucken lassen kann - beim PC-Raum weiß man auch nicht, ob er gerade besetzt ist ...

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