Genau, es gibt keine einzige andere Lehrkraft, die mit einer zumutbaren Fahrzeit zu einer Schule in einer Großstadt abgeordert werden kann. Sicher. Allein an meiner Schule gibt es mindestens eine andere Lehrkraft, deren Abordnung sinnvoller gewesen wäre, weil sie zumindest in die richtige Richtung wohnt und die selben Fächer hat, was die Lehrkraft auch selbst sagt.
Zu der konkreten Situation bei dir kann ich nichts sagen - aber ich kenne es so, dass man sich Gedanken dazu macht, wen man abordnen kann.
Das ist also keine Wunschvorstellung. Das ist (für mich) das übliche Vorgehen. Abordnungen etc. macht sich niemand leicht. Auch niemand im Schulamt / in der BezReg. (Alleine schon, weil man ja versuchen kann, sie gerichtlich zu verhindern. Da müssen es wasserdichte (und sachliche) Entscheidungen sein.)
Was ist denn dann meine Wunschvorstellung?
- dass sich jemand findet, für den eine Abordnung / Versetzung eine Win-Win-Situation ist.
- dass man sich im Fall des Falles damit abfindet, weil es halt grundsätzlich nicht überraschend ist. Und ein "Ich will aber nicht, soll es doch einen meiner Kollegen treffen" ist nicht die Einstellung, die ich in einem Kollegium als förderlich empfinde.
- dass es deswegen keine Neid-Situation im Kollegium gibt. Im Sinne von: Warum kann der bleiben und ich muss gehen?
- dass man eine Abordnung / Versetzung nicht als "Strafe" sondern als "Alternative", als "Chance" auffasst.
Aus Sicht eines Schulleiters, der potentiellerweise auch mal einen Kollegen auf Anweisung des Schulamts / der BezReg abgeordnet bekommt, um Lücken zu füllen ist es ebenso. Da ist auch meine Wunschvorstellung, ...
- dass der Kollege die Abordnung / Versetzung an meine Schule nicht als "Strafe" sondern als "Alternative", als "Chance" empfindet.
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Und was heißt "Empathie": wenn ich emotional reagiere und deswegen verhindern will, dass jemand abgeordnet / versetzt wird, würde es doch automatisch wen anders treffen. (Wie gesagt: die Einstellung finde ich nicht wirklich förderlich und auch nicht empathisch.)
Als Schulleiter muss ich in dieser Situation sachlich-neutral denken. Und das mache ich. Auch wenn du es für empathielos hältst und was anderes von mir erwartet hast.
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Und bzgl. deiner ständigen Angriffe und Unterstellungen. Schade, dass du das nicht bemerkst.
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P.S.: auch Schulleitungsmitglieder können abgeordnet werden. Ich wurde als Konrektor für ein halbes Jahr abgeordnet, weil an einer Schule ein Schulleiter in den Ruhestand ging und ich das übernehmen musste. War halt so. Konnte mich da dann komplett neu einarbeiten. (Als ich dann dort sitzend beschlossen hatte, mich doch auf die Stelle zu bewerben .... wurde mir eine Kollegin aufgrund einer Rückkehr in den Dienst vor die Nase gesetzt. Okay, war vielleicht schade. Aber es war auch rechtlich korrekt und ich konnte damit leben. Und im Endeffekt war es gut so, denn ich bin jetzt da glücklich, wo ich bin. Aber das konnte ich ja damals nicht wissen.)