Schwierig. Das Problem ist, dass in Deutschland Lehrerfortbildungen wenig bis nichts kosten dürfen, die richtig guten aus der Industrie fallen deshalb raus.
In BaWü gibt es einmal im Jahr ein landesweites, mehrtägiges Treffen von SteuerungstechniklehrerInnen. Da sind oft auch Vertreter der Industrie (meist Siemens) dabei, die einen ne Stunde über neueste Entwicklungen informieren. Die Fachvorträge, die ansonsten allesamt von Lehrkräften gehalten werden, sind ebenfalls auf hohem Niveau (wir dürfen da netterweise mitmachen, weil einer meiner Kollegen den Organisator kennt, und ich muss da als Pfälzer neidlos anerkennen, dass man in BaWü VIEL weiter ist, was Lehrkräftequalifikation angeht).
Je nachdem, in welcher Ecke von BaWü Du landest, kannst du auch mal auf der Homepage der Stiftung Pfalzmetall vorbeischauen. Die bieten viel an aus der Steuerungs- und Regelungstechnik sowie der Gebäudeautomatisierung. Gute externe Dozenten, komplett kostenlos und offen für alle, die in irgendeiner Form ausbilden. Da kann man auch gute Kontakte zu Betrieben knüpfen.
Veranstaltungsort ist meist irgendwo in der Ecke Neustadt, Ludwigshafen, Speyer. Einer der Dozenten ist Günter Wellenreuther, ehemaliger Lehrer, inzwischen offizieller Siemens-Fortbildner und mit einer kleinen Firma, die Laborplatten herstellt. Wenn Du irgendwo eine Veranstaltung von dem findest, nimm sie mit, der ist DER Steuerungs- und Regelungstechnikguru im Bildungsbereich im Südwesten und liefert dir neben einer Menge fachlichen Input auch gleich noch eine Menge Material, das Du 1:1 verwenden darfst.
Ansonsten immer die Augen offen halten nach kostenlosen "Werbefortbildungen" großer Anbieter. Ich war beispielsweise mal bei einer von Pilz, da gab es vielleicht ne halbe Stunde Werbeveranstaltung und danach drei Stunden Fortbildung, die fachlich deutlich über allem lag, was uns das Land Rheinland-Pfalz so an FoBis gönnt. Hat sich echt gelohnt (oh, und danach gab's noch ein Buffet. Das hat sich auch gelohnt 😃). Thema war Maschinensicherheit, aber die bieten auch andere Themen an. Auf Messen (bspw. Light&Building in Frankfurt, ich glaub in Nürnberg ist auch ne große) gibt es auch immer mal wieder kürzere Vorträge, mit denen man wenigstens einen Überblick über aktuelle Themen bekommt. Karten kriegt man meist kostenlos, wenn man bei einem Aussteller anfragt und durchblicken lässt, dass man Lehrer ist und dienstlich da wäre.
Die Hersteller von Laborgerätschaften haben manchmal auch solche kombinierten Werbe/Fortbildungsveranstaltungen - Lucas Nülle hab ich da bspw. in guter Erinnerung.
Das war's imho so ziemlich. Fortbildungen auf echtem Industrieniveau wirst Du in Deutschland als Lehrkraft nicht kriegen, außer Du bist doof genug, ein paar tausend Euro selbst zu berappen.