Beiträge von Ursel

    Ich zweifel etwas an dieser Geschichte, sagt mir irgendwie so mein Bauchgefühl, dieses ganze Drumherum (Fortbildungen etc) spielt für den Sachverhalt eigentlich keine Rolle.


    Ansonsten wäre für mich hier, sofern das so vorgefallen ist, der Ausschluss von der Schule (also dauerhaft) die einzig konsequente Ordnungsmaßnahme.

    Ok, an was genau zweifelst du jetzt?

    Ich habe einmal das mit der 'Vaginaldusche' an der Tafel stehen lassen, weil ich dachte, es wird weggewischt. Und der SL sah es. Aus Angst, jemand könnte es sehen, hat er überreagiert.

    Und ich habe eine KA zu gut benotet und einen Teil rausgenommen, der vorher geplant war. Hätte ich natürlich nicht machen dürfen. Da ging dann die damalige Kollegin an die ADD, weil es ihren Sohn betraf. Die KA wurde so gewertet und den Ärger drauf habe ich dann gehabt.

    Erst einmal danke für die Antworten und Tipps.

    Ich habe den ÖPR mitgenommen, der aber außer einer Eingabe gegen die SL wegen zu viel Kontrolle und Konferenzen nichts unternommen hat.


    Die SL hat mich seit 6,5 Jahren (seitdem bin ich an der Schule) auf dem Kieker. Es ging um eine Klassenarbeit, die ich zu gut korrigiert habe. Deshalb ging es bis zur ADD (es ist Rheinland-Pfalz), ich solle enger geführt werden. Übersetzt, ich habe Hospitationen in meinen Unterricht bekommen und musste alle Tests und KA im Vorfeld mit Erwartungshorizont abgeben und meine geplanten Unterrichtsreihen offenlegen. Dann habe ich die Schulpsychologin und den Sozialarbeiter in meinem Unterricht gehabt, es stellte sich heraus, wieder auf Betreiben der SL. Mein Unterricht war geplant und es wurde auch nicht viel Kritik geübt. Ich sei flexibel und erkenne schnell, was mit Schülern los sei. Ich musste zig Fortbildungen machen und bei Kollegen und SL hospitieren.

    Gefehlt habe ich mit Betreuungstagen für das Kind im letzten Jahr 19 Tage, tatsächlich sehr viel, normalerweise habe ich nur max. eine Woche an Fehlzeiten.

    Ich kann versuchen gegen die Akteneinträge vorzugehen, allerdings unterstützt ÖPR nicht wirklich, Bezirkspersonalrat und GEW habe ich eingeschaltet.

    Jeder rät mir dazu, mich wegzubewerben.

    Vorgeworfen wird: zu wenig Konsequenz im Unterricht, daher manchmal lauter, angeblich zu wenig Strenge (dabei geht es um eine Vertretungsstunde von vor 5 Jahren). Da haben Schüler bei einem Spiel am Ende der Stunde - es ging um die richtige Schreibung von Begriffen - "Vaginaldusche" an die Tafel geschrieben. Ich habe gesagt, 'na, ist zumindest richtig geschrieben'. Und keinen Hype deshalb veranstaltet. Das steht jetzt in meiner Akte, ich wurde zum Gespräch zitiert, weil ich das nicht so schlimm empfunden habe. Der SL ist extrem verkrampft und anscheinend völlig konservativ, deshalb gab es den Ärger.

    Und deshalb beschießt er mich ständig.

    Er will mich loswerden, ja.

    Lass dich vom Personalrat beraten was den Eintrag in deine Personalakte anbelangt. Ggf. ist der Drops noch nicht zuende gelutscht, je nach Kontext.- Schule wechseln wegen eines Vorfalls mit einem Schüler klingt etwas überzogen. Möglicherweise tust du dir eine gefallen, das erst einmal sacken zu lassen, ehe du vorschnelle Entscheidungen-- aus den aktuellen Emotionen heraus fällst. Vielleicht würde es dir schon helfen, wenn du den entsprechenden Schüler nicht länger unterrichten würdest. Darüber hinaus sollte der Vorfall deiner SL mindestens einen Rektoratsarrest wert sein und euch als Klassenkonferenz einen zeitweise Schulausschluss. Auch darauf würde ich an deiner Stelle dringen, damit du dich vielleicht auch wieder souveräner fühlen und damit an der Schule bleiben kannst.

    Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie belastend manche Übergriffe im Onlineunterricht auch langfristig sein können und fühle auf jeden Fall mit dir. :troest:

    Vielen Dank.

    Die Klassenkonferenz findet ja noch statt. Und obwohl die Familie des Jungen mich dazu bringen wollte, alles zurück zu nehmen "es sei geklärt unter vier Augen", habe ich das erst einmal nicht gemacht.

    In meiner Personalakte steht jetzt, dass die Betreuungssituation meiner Tochter nicht geklärt sei. Da kann mir der SL ja jetzt direkt das Jugendamt vorbei schicken, oder?

    Und mir wurde vorgeworfen, in einem Jahr zu oft krank gewesen zu sein, da ist meine Oma gestorben und ich habe bei ihr eine Zeitlang gelebt. Dann würde vorgeworfen, dass ich mit großen Gruppen nicht gut zurecht kommen würde und mir deshalb die kleineren gegeben wurden. Und es ging mit meinem Kind, das zwei Mal bei Online-Konferenzen im Bild kurz zu sehen war und nichts Vertrauliches hören konnte (Ton ausgeschaltet), weiter. Meine Personalakte habe ich eingesehen. Zwei Formulierungen hat der SL abgeändert.

    Ich bin gefühlt nur noch mit Protokollen von Gesprächen und der Anzeige und Überprüfung, was korrekt in einer Personalakte sein darf, mit Online - Infoveranstaltungen der Schule abends und Zusatzkonferenzen, wozu noch einmal 40 Seiten gelesen werden sollen, etc. beschäftigt. Zudem muss ich lauter Elternbriefe tippen, um die Eltern in allen meinen Fächern zu informieren, was gemacht wird als Zusatzprojekt oder Wettbewerb oder welche Prüfungen möglich sind. Darüber muss ich dann wieder dem SL Bericht erstatten, was das überhaupt ist.

    Ich bin drauf und dran, nichts mehr weiter zu machen und versuche gerade eine Unterschrift zu bekommen für einen Nebenjob. Genau deswegen versucht er mich aber vermutlich auch so beschäftigt zu halten.

    Ich kann den Schock angesichts der geschilderten Situation verstehen und wünsche alles Gute beim Wiederbewältigen des Alltags, aber: Wenn es sich tatsächlich nur um einen (!) S* handelt, der nun auch noch strafrechtlich verfolgt wird, sollte man sich nicht zu sehr kirre machen lassen.

    Es geht auch um Reaktionen der SL. Nicht gerade in diesem Fall, wo ich ja jetzt schon Unterstützung erhalten habe.

    Sondern um extreme Kontrollen bei allem, ein Bsp. : Brief ging raus, weil Schüler sich mit Deo in die Augen gesprüht haben, nichts extrem Gravierendes, aber den Brief allein habe ich 6 Mal überarbeiten müssen wegen Formulierungen, die anders gewünscht waren.

    Und ich musste zzm dienstlichen Gespräch, weil meine Tochter 1 Mal bei einer Infoveranstaltung für das WPF in den Raum gelaufen ist - Vorwurf Vertraulichkeit sei nicht gewährleistet. Ich bin alleinerziehende Mutter übrigens. Und habe jetzt einen Eintrag in der Personalakte.

    Hallo ich bin neu angemeldet, weil ich wirklich mental ziemlich erledigt bin.

    Ich bin Realschul-Lehrer an einer der neuen zusammengelegten Schulformen. Im Prinzip ist meine Schule auch eine Hauptschule, das war sie auch früher.

    Seit 25 Jahren bin ich im Dienst. Eigentlich habe ich immer meinen Unterricht ordentlich vorbereitet und mich stets weitergebildet mit Fortbildungen und Zusatzqualifikationen außerhalb der Unterrichtszeit und am Wochenende.

    Ich habe immer Projekte, Tagesfahrten, Wettbewerbe zusätzlich mit durchgeführt und bin aus meiner Sicht auf Probleme der Schüler eingegangen.

    Jetzt bin ich an einem Punkt angekommen, wo ich keine Kraft mehr habe, mehr als das Erforderliche zu tun.

    Im Online Unterricht letztens wurde ich von einem Schüler anonym aufs Schlimmste beleidigt. Er hat mich "Hure", "Schlampe", "Nigger" tituliert, "ich ficke deine Mutter /Tochter", "du fickst mit Hitler /dem Konrektor" musste ich lesen. Alle anderen Schüler haben das auch gelesen. Im Minutentakt wurde sich immer wieder angemeldet und noch schlimmere Beleidigungen geschrieben. Ich habe geblockt und rausgeworfen. Die Stunde war gelaufen.

    Ich habe Anzeige erstattet. Zuletzt kam auch raus, wer das war. Und das hätte ich nie erwartet, da der Schüler gute Noten bei mir hat und immer in meiner AG und bei zusätzlichen Projekten von mir mitgewirkt hat.

    Ich bin komplett geschockt und denke darüber nach, mich versetzen zu lassen oder eine andere Beschäftigung zu finden.

    Irgendwie bin ich demotiviert und habe viel weniger Einsatz als sonst gezeigt. Ich habe auch der SL gesagt, da ein Lehrer zu viel da ist, dass ich für mein eines Fach, immerhin Mangelfach, auch an eine andere Schule gehen könnte. Ich weiß gerade nicht ganz genau, wie es weiter gehen soll für mich.

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