Ich empfehle eine professionelle Rechtsberatung.
Beiträge von Streety
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Die Frage bleibt, ob das Bekanntwerden einer Sucht automatisch eine Maßnahme nach sich zieht. Das sollte ja irgendwo geregelt sein und nicht von subjektiver Sicht bestimmt werden.
Ja richtig, das muss Alles menschlich und rechtlich korrekt ablaufen. Beim Fall vom TE steig ich schon lang nicht mehr durch... nagut, ist auch nicht mein Bier (Witz, komm raus!)
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"Letztlich ist die Frage nach der Suchterkrankung müßig, da sie kein Kriterium für irgendeine dienstliche Maßnahme ist."
Sehe ich anders. Speziell Alkoholmissbrauch führt schon mittelfristig zu Charakterveränderungen, die die Beziehungsarbeit im schulischen Kontext verunmöglichen.
Möchte an dieser Stelle anhand dieses Artikels anhand eines Freundes, zu dem ich vorhin den Kontakt ausgesetzt hab, über Jahre hinweg beobachtete Merkmale anmarkern:
ZitatProbleme in Beruf und Privatleben
Alkoholiker sind irgendwann nicht mehr in der Lage, ihre alltäglichen Aufgaben zu erfüllen. Sie vernachlässigen Familie, Freunde und Hobbys. Je tiefer sie in die Alkoholsucht rutschen, desto wahrscheinlicher ist auch der Verlust der Arbeitsstelle. Das wirkt sich nicht nur auf die finanzielle, sondern auch auf die zwischenmenschliche Situation aus.
So gehen oftmals Beziehungen zu Partnern, Kindern oder Freunden in die Brüche. Angehörige leiden meist ebenfalls stark: Die Krankheit wird zur Belastung für alle. Manchmal entwickeln Angehörige eine sogenannte Co-Abhängigkeit.
Was es damit auf sich hat und was sich dagegen tun lässt, lesen Sie im Beitrag über Co-Abhängigkeit.
Psychische Auswirkungen
Alkohol verändert die Persönlichkeit. Unter Alkoholeinfluss werden manche Menschen ungehemmt, gedämpft oder weinerlich, andere gebärden sich aggressiv oder sogar gewalttätig. Die Aggression kann sich sowohl gegen Fremde als auch die eigene Familie richten. Viele Straftaten geschehen unter Alkoholeinfluss.
Alkoholkranke leiden zudem häufig unter Stimmungsschwankungen und Depressionen. In schweren Fällen treten Halluzinationen und Wahnvorstellungen auf. Häufig leiden Alkoholiker unter Schlafstörungen und starken Angstzuständen. Auch Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle begleiten die Alkoholsucht.
Alkoholsucht und andere psychische Erkrankungen
In vielen Fällen tritt die Alkoholsucht nicht allein, sondern in Begleitung einer anderen psychischen Störung auf (Komorbidität). Am häufigsten sind Angststörungen, zum Beispiel Panikstörungen oder Phobien. Viele Alkoholiker leiden außerdem an Depressionen. Unter schizophrenen Patienten befinden sich ebenfalls häufig Alkoholiker.
Es ist oft schwierig festzustellen, ob eine psychische Störung zur Alkoholsucht geführt hat oder der Alkohol psychische Probleme verursacht oder verstärkt hat. In Kombination mit einer psychischen Störung ist das Suizidrisiko von Alkoholabhängigen erhöht. Darum müssen beide Erkrankungen möglichst rasch behandelt werden.
Und zum Thema Süchte:
Alkoholismus ist freilich nur eine davon. Die Liste ist schier endlos. Verbreitet sind heute z.B. Alkoholsucht, Drogensucht, Gamingsucht, Pornografiesucht, Sexsucht, Kaufsucht, Arbeitssucht, Sportsucht, Medikamentensucht, ...
Die Suchtstationen sind voll, und sie werden immer voller. Drum ist - in berechtigten Fällen - ein rechtzeitiges Eingreifen unerlässlich!
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"Er selbst leugnet das Problem nicht, aber sieht auch kein Handlungsbedarf."
"Offensichtliche Beweise für Alkoholsucht des Kollegen gibt es nicht,"
Wie passt das zam? Ist das nicht schon...
Zitat§ 186
Üble NachredeWer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten eines Inhalts (§ 11 Absatz 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
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Bevor sich das Thema verselbständigt und von meiner Anfrage entfernt, will ich mich für Eure Meinungen und Ratschläge bedanken.
Ein Problem bei unserer Angelegenheit ist, dass viele der Beobachtungen nur auf Aussagen Dritter beruhen. Irgendein ein Elternteil hat Schlangenlinien beim Autofahren beobachtet. Jemand anderes ein unsicheres Gehen, wieder zwei, drei Kollegen berichten von deutlichem Alkoholgeruch. Da werden natürlich Gerüchte gestreut und mit Fakten vermischt. Wenige Kollegen wollen erfahren haben, dass der Kollege seit Jahren ein massives Problem mit Alkohol hat.
Ich behaupte mal, dass 70% des Kollegiums, besonders die neuen Kollegen, überhaupt nichts von diesem Problem wissen.
Andere behaupten, dass es unter Eltern und Schülern kein Geheimnis mehr ist.
Offensichtliche Beweise für Alkoholsucht des Kollegen gibt es nicht, zumal er in der Schule sich bis dato kaum etwas zu Schulden kommen ließ. Aber es spricht viel dafür und die Sorge bleibt, dass zukünftig etwas schwerwiegendes passieren kann.
Wir hoffen sehr auf die Einsicht des Chefs, hier tätig zu werden.
"Wir haben einen Kollegen, der offensichtlich ein Alkohol Problem hat. Man kann täglich deutlich seine Alkoholfahne riechen, zuweilen geht er unsicher und fährt auch mit seinem Auto Schlangenlinien zur Schule." klingt nach Eigenbeobachtung, dein letzter Post mehr nach Latrinenparole.
Auf dieser Grundlage würde ich erstmal den Ball ganz flach halten und gegenprüfen, ob da überhaupt irgendwas stimmt. So in der Art könnte ich mir das vorstellen. Über manche Lehrer und Dozenten gibts die wildesten Gerüchte. Manche stimmen freilich, meist aber vermindert.
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Ich hatte im privaten Umfeld das Problem, dass ein mir bekannter Alkoholiker regelmäßig Auto gefahren ist. Was ich alles probiert habe diesen davon abzuhalten… Mehrfach habe ich mit Polizei und Führerscheinstelle telefoniert, habe Auto mit Kennzeichen durchgegeben und Strecken, die gefahren werden. Passiert ist nichts.
Es ist bitter, aber als Angehöriger oder Zuschauer hat man keine Chance. Es passiert einfach nichts.
Ich kenns anders. Dem Einen haben die Cops nach unserem Anruf den Schein gezockt, der Andere bangt immer noch um seinen Schein und ist angeblich seit einer Weile komplett nüchtern.
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Lass mich raten: 90% eurer Schülerschaft sind U25, also in der Adoleszenz. "Als Adoleszenz (lateinisch adolescere „heranwachsen“) wird in der Entwicklung des Menschen der Zeitraum von der späten Kindheit über die Pubertät bis hin zum vollen Erwachsensein bezeichnet."
Vielleicht sind eure Schüler keine richtigen Kinder mehr, aber für mich sind das zumeist auch keine richtigen Erwachsenen. Also Menschen, die mindestens mal für ihr eigenen Handeln die volle Verantwortung übernehmen, vielleicht sogar für Schutzbefohlene.
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An einer beruflichen Schule unterrichten wir keine "Kinder"
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Das Referendariat an den BK in NRW dauert keine zwei, sondern nur 1,5 Jahre.
Das unterscheidet dich dann aber vom TE. Er hat das "Wurzeln schlagen" ja bereits umgesetzt (so wie es klingt, schon seit Längerem), du hingegen nicht.
Und trotzdem hast du dich nun für das Referendariat entschieden...
Punkt 1: Wieviele Schüler sind auf solchen Schulen volljährig? Wollen wir jetzt ein Fass aufmachen oder uns auf "mehrheitlich junge Leute" einigen? Hat für mich was von Haarspalterei.
Punkt 2: Ja wow.
Punkt 3: Und dennoch kann ich mich in die Lage gut hineindenken, weil ich mich bereits dafür entschieden hatte.
Punkt 4: Tja, die Rahmenbedingungen sind 2024 nun einmal bei mir ganz andere als 2020. Lageangepasstes Handeln.
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Ich teile mit dem TE:
- Alter
- Geschlecht
- Erfahrungshorizont (ich war bereits Bauherr und wollte auch wegen der Ex-Freundin Wurzeln schlagen)
- Lukrative Alternativkarriere
Mach draus was du willst.
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Wusstest du schon um die genannten Probleme mit dem Referendariat, als du dich mit Familie und Eigenheim fürs Wurzeln schlagen entschieden hast?
Warum möchtest du Berufsschullehrer werden? Altruistische Motive, der Prozess der Didaktik an sich, Umgang mit Kindern, ...?
Wenn da kein gravierender Vorteil gegenüber deinen Industriejobs ist würde ich in deiner Lage auf der Stelle Bewerbungen an die Industrie anfertigen. Die Reallöhne fallen im Staatsdienst schneller als in der Industrie, aktuell ist für Beamten eine Nullrunde angesetzt und diverse Bundesländer wollen anscheinend, dass die Partner im Falle eines hohen Einkommens ihren verbeamteten Partner alimentieren. Und für deine potenzielle Qualifikation als Berufsschullehrer gibt es in deiner Ecke wohl keinen Bedarf. Wirtschaftlich gesehen investierst du zwei Jahre Minderverdienst und einen hohen Geldbetrag in eine für dich potenziell wertlose Qualifikation. Würde ich als Hochrisikoinvestition bezeichnen.
Im Übrigen möchte ich an dieser Stelle "Sunken Cost Fallacy" in den Raum werfen. Wenn man erkennt, dass A schon Unsinn war, muss man nicht den Irrweg weiterverfolgen und damit B sagen.
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Alkoholiker sind mMn akut und chronisch charakterlich ungeeignet die Verantwortung für Schutzbefohlene zu übernehmen. Auch aus diesem Grund besteht hier mEn dringender Handlungsbedarf. Wieso sollte man Jemandem, den man vom Führen von Fahrzeugen, Waffen und Maschinen abhalten würde die Macht über unser höchstes Gut - unsere Kinder - überlassen? Pädagogik erfordert ein sehr hohes Maß an Sensibilität und Reflexion, das im betäubten, benebelten Zustand schlicht und einfach nicht mehr möglich ist. Zudem enthemmt Alkohol, sodass der Kollege mit Sicherheit häufiger Grenzen überschreitet, die ein zurechnungsfähiger Lehrer nicht überschreiten würde. Muss da an einen Physiklehrer zurückdenken, der offenbar zwei oder drei Mal pro Schulstunde im Vorbereitungsraum in die Flasche geschaut hat und unseren Mädels gegenüber anlasslos übergriffig war.
Mit anderen Worten: Ich sehe Mitwisser an dieser Stelle in der moralischen, vielleicht sogar rechtlichen Pflicht konsequent und nachhaltig zu handeln. Keine Toleranz!
Finde da den Artikel ganz gut, hier ein Auszug:
ZitatIn jedem Beruf mindert regelmäßiger Alkoholkonsum die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit. Lehrerinnen und Lehrer haben eine besondere Vorbildfunktion für Kinder und Jugendliche. Von Pädagoginnen und Pädagogen sollte eine besondere Sensibilität für Kinder und Jugendliche erwartet werden. Präsenz und Autorität, Wertschätzung und Grenzsetzung in den Beziehungen zu den Schülerinnen und Schülern, aber auch Selbstreflexion und Selbststeuerung sind wesentliche Basiskompetenzen, die in diesem Beruf gefordert sind.
Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit schränken diese Fähigkeiten deutlich ein. Abhängige Lehrerinnen und Lehrer melden sich häufiger krank, sind unpünktlich im Unterricht und unzuverlässig bei Korrekturen oder Unterrichtsvorbereitungen.
Daher sollte Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit in einer Schule nicht geduldet werden. Häufig findet aber ein „Co-Verhalten“ der Kolleginnen und Kollegen statt, wenn die abhängige Kollegin familiäre Probleme, persönliche Krisen oder Ähnliches zu bewältigen hat, ansonsten aber freundlich und nett ist. Dann wird Alkoholabhängigkeit akzeptiert – „Sie hat es schwer“ – und Fehlverhalten kompensiert, wie dies auch häufig in Familien stattfindet. Bei Suchterkrankungen ist die Motivation, das Suchtverhalten zu ändern, gering, solange die Lebensverhältnisse einigermaßen stabil sind. Deshalb ist eine Konfrontation durch Familienangehörige oder Vorgesetzte häufig eine wesentliche Voraussetzung für eine Veränderung.
EDIT:
Was unterrichtet der Kollege eigentlich? Eventuell sogar ein Fach, wo es auch um die körperliche Unversehrtheit geht? Sport, Physik, Chemie? Da ist das gleich noch mal schlimmer, weil er schlicht und einfach die Sicherheitsbestimmungen wegen seiner geistigen Umnachtung nicht einhalten kann. Ich erinnere mich grad an meinen damaligen alkoholkranken (allseits bekannt) Zugführer, der mir allen Ernstes befohlen hat über einem Blindgänger eine Feuertonne zu betreiben. Wenn da einem Kind was passiert ist dann das Geschrei wieder groß , gefolgt vom scheinheiligen Gehabe von wegen "Ohhh, wie konnte das nur passieren?". Aktives Wegsehen kostet uns alle!
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Wenn du Jemanden betrunken Auto fahren siehst ist Gefahr im Verzug, da muss man allein schon aus moralischen Gründen die Polizei rufen. Vielleicht macht man sich sogar strafbar, wenn man das in diesem Fall nicht tut. Wir haben sowas in einem anderen Kontext schon gemacht, Derjenige musste dann dem Arbeitgeber erklären wieso er nicht mehr mit dem Firmenfahrzeug zur Montage kommen sollte. Leider ist darüber hinaus nicht viel mehr geschehen, aber das könnte als Staatsdiener auch dienstliche Konsequenzen haben (zu Recht!). Vielleicht ist das ja dann der Hebel, wo man dem Kollegen nachhaltig helfen kann.
Zum Thema Alkoholiker und sicheres Autofahren: Ja, einem Kumpel merkte man damals die 14 Halbe vom Vorabend morgens nicht an beim fahren. Er ist dann aber irgendwann mit 180 in eine Baustelle rein und ist einer Fahranfängerin hinten rein. Eine Bekannte hat ein Schleudertrauma von so einem Unfall. Beim Gedanken, dass Viele so rumfahren wird mir Angst und Bang! Zum Glück haben die Cops den Kumpel betrunken auf dem E-Roller erwischt. Vielleicht fängt da mal langsam der Heilprozess an...
Leider wird Alkoholismus selten wirklich ernst genommen, dieses ganze aktive Wegsehen macht mich krank!
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So eine ekelhafte Geschichte... hoffentlich bringen dich die Tipps weiter, sodass du Schadensbegrenzung betreiben kannst. Immerhin hat das mit der Verbeamtung jetzt rechtzeitig geklappt!
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Du Glückliche(r). Ich hatte einen Restaurantgutschein erhalten, der sich durch Besitzerwechsel des Restaurants ins Nirwana verflüchtigt hat... Dumm gelaufen.
Hatte ich leider auch schon. Ging da immerhin um eine Gratispizza (wobei sich glaube ich sogar nur der Restaurantname geändert hatte). Die 100€ im Nobelrestaurant haben sich natürlich im Realwert reduziert, aber immerhin sind wir auf unsere Kosten gekommen.
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Um mal eine Lanze für Gutscheine zu brechen: Hab im Sommer einen Jochen Schweizer Gutschein bekommen. Bis vor einer Woche habe ich mit dem Geschenk keine emotionale Bindung aufbauen können, er hing einfach so am Pinbrett vor sich hin. Jetzt, wo sich nach den Prüfungen und dem Erledigen von den einigen liegengebliebenen Baustellen der Staub gelegt hat hab ich mich endlich mal drauf eingelassen und hätte gern 5 von der Sorte. Dachte, da könnte man nur so Actionkram machen (was ja grundsätzlich mein Ding ist) - Pustekuchen, den Gutschein könnte ich auch gegen Städtereisen, Wellness, Tiererlebnisse usw. eintauschen. Wäre doch genau das Richtige, wenn ihr nicht genau wisst, was der alten Dame so vorschwebt.
Wollte gerade einen Gutschein für ein gehobenes Restaurant empfehlen, in das man normalerweise aus Sparsamkeit nicht geht. Dann kam mir in den Sinn, dass ich meinen derartigen Gutschein erst nach 4 Jahren eingelöst hab (und ich bin bei sowas schon dahinter)
und ich letztens in Rezensionen eines lokalen Restaurants von Problemen mit solchen Gutscheinen gelesen hab.
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Die bekannten, grundsätzlich abbaubaren Vorkommen der seltenen Erden würden den aktuellen Bedarf für 400 Jahre decken, das gibt es sonst bei kaum einem anderen Rohstoff. Auch in Deutschland gibt es Vorkommen, ein größeres in Sachsen, auf dessen Abbau man mangels Wirtschaftlichkeit verzichtet. Und auch sonst war über lange Jahre oft einfach die Haltung, "Danach zu suchen, lohnt sich nicht, wir kriegen es ja billig auf dem Weltmarkt."
Ähnlich wie beim Gas. Das gibt es theoretisch in Deutschland in Mengen, die heimischen Bedarf über Jahrzehnte decken würden, aber es ist teurer und Fracking ist bei uns nicht erwünscht. Niemand in der Politik will sich mit der Diskussion und einer weiteren Bürgerinitiative hinter jeder Ecke rumschlagen. Ich nehme mich nicht aus, ich will auch keine Bohrturm in meinem Vorgarten. Aber letztlich hat unsere aktuelle Situation schon damit zu tun, dass wir es uns viele Jahre lang recht bequem gemacht haben und immer noch machen.
Jo, merkeln ist halt die Staatsräson der Berliner Republik. Zeitenwende, am Arsch! Hoffentlich kommen wir damit durch... also außenpolitisch zumindest
Bin auch mal gespannt was das militärische Engagement Nordkoreas in der Praxis bedeutet.
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Na gut, mit dem Öl/Gas/seltene Erden können sie immerhin den Fleischwolf weiter betreiben, indem sie die Rohstoffe im Endeffekt gegen Drohnen/Munition/Großgerät/Soldaten eintauschen. Sehe ich momentan Alles als beherrschbar an. Die deutsche Politik sollte halt mal den Finger aus dem Po ziehen und mit der Zeitenwende Ernst machen. Die Polen können es besser!
Die Deutschen haben auch im Zweiten Weltkrieg außenpolitisch die Arschbacken zusammengekniffen, anstatt einzuknicken. Deutschland wurde physisch, nicht psychisch besiegt. Und darum geht es hier doch, um den vermeintlich wehleidigen, verweichlichten Westen.
Naja, ein wenig wehleidig sind die Deutschen durchaus. "Früher war Alles besser, sogar die Zukunft". Zumindest haben wir aber nicht so die Phantomschmerzen wie die Russen oder Briten. Und den (ggf.) Dritten Weltkrieg können wir auch mental durchstehen.
Was du ansonsten mit der mangelnden Empathie und Traumata ansprichst ist natürlich richtig. Und hat mEn mit dem Thema nichts zu tun.
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Gas, Nickel, Eisenerz, Palladium, Phosphate, Kupfer, Aluminium und noch zig andere...
Klingt Alles nicht besonders wichtig oder kriegsentscheidend...
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Atomwaffenarsenal: Es gibt berechtigte Zweifel, ob da überhaupt noch was funktioniert.
Rohstoffe: Was haben die außer Öl, was wir nicht haben?
Mentalität/Leidensfähigkeit: Deutschland hat sich in den letzten Jahrhunderten auch durch viele tiefe Krisen gekämpft. Im Ersten Weltkrieg haben wir allein an der Heimatfront 800000 Menschen (für einen dummen Zweck, klar) geopfert und im Zweiten Weltkrieg und Nachkriegsjahren waren wir auch nicht gerade für Wehleidigkeit bekannt. Deutsche sind der Inbegriff für Anpackermentalität, im Guten wie im Schlechten! Wir haben uns entschieden, uns von unserem alten toxischen Imperialismus zu lösen und auch gegen sinnlose Nostalgie bzw. Alkoholismus. Das ist der große Unterschied, warum es bei uns wesentlich besser ausschaut als in Russland und wieso wir es nicht nötig haben, andere Länder zu überfallen.
Menschenmassen: Wenn man annimmt, dass Russland 140 Millionen Einwohner, davon 50% im wehrfähigen Alter hat und ausschließlich Männer an der Front verheizen wird, dann sind nach heutigem Stand noch 35 Millionen Weichziele... ähm... Human Ressouces... ähm... potenzielle Soldaten zum verheizen übrig. Damit kann man gemäß der aktuellem Verlustrate und Reproduktionsrate zeitlich unbegrenzt Krieg führen.
US-Amerikaner:
Jede Kultur bewundert Stärke, Gewinner und Macher. Russen, Amis, auch wir.
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Warum "leider"? Sollte man sich nicht auf Augenhöhe begegnen?
Ich habe aufgrund meiner Abstammung und meines Werdeganges mannigfaltige Erfahrungen mit Russen und solchen, die es gerne wären. Kurzform: Nein
es gibt auch im deutschen Kulturraum leider viele Menschen, die Leute mit abweichender Sexualität, Religion, Abstammung, ... hassen und bekämpfen. Und Blender, Messerstecher, Suchtkranke, ... und das hat man im russischen Kulturraum um ein Vielfaches mehr.
Mal ganz abgesehen davon, dass Russland weder wirtschaftlich, technologisch noch militärisch viel kann. Ohne Öl, Riesengebiet und Menschenmassen wären sie heute schon komplett in der Bedeutungslosigkeit verschwunden...
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