RosaLaube:
a) Es gibt einen Unterschied zwischen "Unterricht eines Studenten hat nicht die Qualität, weil ihm die Ausbildung fehlt" und "Unterricht eines Studenten muss nicht so qualifiziert sein, weil er weniger Geld pro Stunde bekommt.)
Er bekommt wegen der geringeren Qualifizierung weniger Geld. Das halte ich für angemessen. Daraus resultiert aber meines Erachtens auch (und so wurde mir das damals in meinen UBs als Vertretungskraft von Seiten der Schulleitung mitgeteilt), dass die befriedigende Stunde, die ein A13/E13er hält, eben eine gute oder sehr gute Stunde eines E11er sein kann. Und ja, das halte ich auch für angemessen und vom System so erdacht.
b) "Haltet ihr von der Ausbildung echt so wenig" ... hattest du nicht oben sogar geschrieben, das man im Job lernt, nicht im Referendariat?
Ja, man lernt das wesentliche im Job. Im Referendariat wird viel Zeit darauf verwendet, zu lernen Schaustunden zu halten. Und auch wenn daran nicht alles verkehrt ist, ist vieles eben für den Berufsalltag weder wichtig noch zielführend. D. h. aber nicht, dass ich der Ausbildung insgesamt keine Bedeutung zurechne. Ich wundere mich nur, dass hier einige noch weniger von ihr halten als ich.
c) "Mühe und Arbeit sollten sich nicht der vereinbarten Arbeitszeit richten" ... ein Vertretungslehrer hat pro Stunde die gleiche Vor-/Nachbereitungs-Arbeitszeit wie ein ausgebildeter Lehrer. Also sollte er auch die gleiche "Mühe und Arbeit" einbringen. Oder? Was unterschiedlich ist, ist das Gehalt. Aber die Arbeitszeit dann eigenmächtig zu reduzieren und an das geringere Gehalt anzupassen, ist ... naja ... nicht passend.
Wenn du Mühe und Arbeit mit Zeit gleichsetzt: ja!
Im Übrigen bitte ich, mir nicht irgendwelche Behauptungen zu unterstellen. Nirgendwo habe ich empfohlen, die eigene Arbeitszeit zu reduzieren.