Beiträge von ISD

    Ländliche Schulen in Berlin?

    Mag jetzt vielleicht niemand so sagen, aber es wird wahrscheinlich eher um bestimmte Staddtteile gehen, an den man nicht so gerne unterrichten mag: Neukölln, bestimmte Teile von Kreuzberg, Wedding...

    Und natürlich ist es ein Zeitaufwand wenn man in Spandau wohnt und täglich nach Altglienicke muss.

    Vor 30 Jahren war es so, aber es wurde niemand gezwungen, der nicht wollte. Es haben immer welche nicht mitgebetet und das war okay. Es gab weder Schläge, noch wurden Eltern einbestellt zum Gespräch. Vielmehr sollten wir alle die Kreuze abhängen, hat aber niemand an meiner Schule gemacht.

    Also meine Schulzeit ist 20 Jahre her und bei uns mussten alle ( egal ob evangelisch, muslimisch, atheistisch) stehen, sich bekreuzigen und mitbeten. Die Gedanken sind ja bekanntlich frei... Sich dagegen zu wehren, hat sich niemand getraut.


    Das finde ich schon echt übergriffig an einer staatlichen Schule, unabhängig davon, wir meine grundsätzliche Haltung zum Glauben ist.

    Fakt ist, dass man an den Stellschrauben Inklusion und Ganztag ganz stark drehen könnte und so in einigen Bereichen Personal gewinnen kann, wenn man denn will. Man zieht aber lieber die Daumenschrauben an und macht das bestehende Personal kaputt und den Job damit unattraktiver.

    Auch erschreckend, wie viele das hier immer wieder für alternativlos halten oder gar vollkommen richtig finden.

    Was meinst du genau mit den Stellschrauben Inklusion und Ganztag?

    Ja, ich glaube auch, dass das aus der Zeit gefallen ist. Aber Gremienarbeit findet am späten Nachmittag oder abends statt, ebenso das Engagement in einem Förderverein. Und auch hier engagiert sich bei uns von 250 Familien gerade mal eine Handvoll.

    Naja, wenn man beruftätig ist, hat man eben weniger Zeit und auch Energiereserven dafür. Früher, als viele Frauen noch daheim waren, war für sowas mehr Ressource. Vielen ist sicher auch mal die Decke auf den Kopf gefallen, da hat man sich über die Abwechslung vielleicht gefreut. Es muss also nicht immer nur Desinteresse sein.

    Dankeschön. Die Landeskrankenhilfe Lüneburg kennngar nicht. Werd ich mir auf jeden Fall auch mal anschauen. Was gab es mit der Debekabfür Probleme? Diebscheint ja recht verbreitet zu sein.

    Wie sind denn eure Erfahrungen mit der Zahlungsmoral der Krankenkassen? Muss man denen hinterher rennen und noch die 100. Stellungnahme vom Arzt einreichen, damit gezahlt wird? Das ist meine größte Sorge. Man weiß ja nie, welche Krankheiten das Leben für einen bereit hält, auch wenn man aktuell topfit ist. In so einem Fall noch mit der Kasse zu kämpfen, das kann man nicht gebrauchen. Könnt ihr Versicherungen nennen, die da unproblematisch sind? Die Leistungen kann man ja vergleichen, aber diese Erfahrungswerte bekommt man da nicht mitgeliefert.

    Ja, meine Mutter war in besagtem Kindergarten als Reinigungskraft angestellt, die Caritas bezahlt ausgesprochen schlecht.

    Mag sein, dass man in großen wirtschaftlichen Betreiben als Reinigungskraft besser verdient. Caritas zahlt jedoch mindestens so gut, wie es der ÖD tut nach eigenem Tarifregelwerk.

    Ich glaube, dass jahrgangsgebundene Klassen mittlerweile so heterogen sind (je nach Einzugsgebiet mehr oder weniger), dass man da auch nicht den homogenen Unterricht hat, wie man es sich idealtypisch vorstellt. Das Ganze ist mit dem Nachteil verbunden, dass man am Ende des Jahres schauen muss, ob das Kind das Klassenziel erreicht hat. Bei dir haben die Kinder 4 Jahre Zeit sich zu entwickeln- mal sind sie etwas schneller, mal etwas langsamer, was auch mit den einzelnen Fächern oder aktuellen Themen zusammenhängen kann. Ich glaube, dass das die natürlichere Form des Lernens ist und mehr den Bedürfnissen der Kinder entgegenkommt.


    Weißt du, wie sich die Kinder, die du abgegeben hast, danach weiterentwickelt haben? Vielleicht gibt dir das Anhaltspunkte für eine Antwort auf deine Fragen.

    Kann jeder sagen, dass das Schuljahr so abläuft, dass nicht irgendwo Zeit verschwendet wird?

    Ich empfinde einige Projekte unnötig, die teilweise eine ganze Woche kosten bzw. einige Stunden in anderen Fächern, z.B. Malwettbewerb, Vorbereitungen auf Feiern, Umweltwoche, Zirkusprojekt, irgendwelche langwierigen Fitprojekte, Sportwettbewerbe, Alltagskompetenz - das war letztes Schuljahr vorgeschrieben. Die Projekte summieren sich ganz schön im Schuljahr zumindest an meiner SchSchule.

    Ich finde solche Projekte auch total wichtig und fände es wirklich schlimm, wenn esndiese nicht mehr gebe. Lernen findet auf so viele Ebenen statt, nicht ausschließlich auf der Formalen. Aus so manchem Projekt nimmt ein Kind möglicherweise so viel für sich und sein Leben mit, wie es der normale Unterricht gar nicht bieten kann.

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