Warum sollte ein erwachsener Mensch, der schon ein halbes Leben hinter sich hat, plötzlich Erzieher werden wollen, außer zu dem ZWECK, dass wir welche brauchen?
Da solltest du dich mal in unseren Sozialpädagogik-Klassen umschauen! Dort findest du jedes Jahr wieder (und das schon seit Jahrzehnten!) eine ganze Reihe von "erwachsenen Menschen", die häufig die 30 oder ein noch höheres Alter überschritten haben (ich habe jahrelang Englisch in diesen Klassen unterrichtet und die ältesten SuS dort waren zwischen 45 und 52) und die z. B. nachdem ihre eigenen Kinder schon älter sind und weniger Betreuung brauchen und sie sich nun nachqualifizieren möchten oder sie einen Jobwechsel in den sozialen Bereich anstreben oder..., zunächst die "Zweijährige Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistenz" und anschließend die "Zweijährige Fachschule Sozialpädagogik" (Berufsabschluss: Staatlich anerkannte Erzieherin/staatlich anerkannter Erzieher") absolvieren. Will sagen: Es gibt sicherlich eine ganze Reihe von Gründen, warum jemand, der/die schon "älteren Datums" ist, noch eine Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher macht, und dies nicht (nur) vor dem Hintergrund, dass Erzieher*innen gerade so dringend benötigt werden.