Es gibt Bundesländer, die so klein sind, dass es nichts wirklich Abgelegenes gibt, und andere, die nur wenige kleinere Zentren haben und viel Fläche.
Vor 20 Jahren wurden die Stellen über die Behörde besetzt und man bekam irgendetwas, außer man hatte Beziehungen... und man war froh, überhaupt eine Stelle zu haben.
Heute werden in meinem BL fast alle Stellen schulscharf besetzt. Da hatte man vor 10 Jahren den Eindruck, die Schulen hätten Mitsprache.
Durch den Mangel an Bewerbenden konnten sich diese heraussuchen, was ihnen besser gefiel, und die abgelegeneren Schulen und die im absoluten Brennpunkt blieben übrig.
Jetzt ist es eher so, dass die Schulen die Arbeit machen, dann geht es doch allein nach Note, die Rangliste der Schule wird gar nicht einbezogen, die Bewerbenden bekommen eine Auswahl und suchen aus.
Auch dabei bleiben die abgelegeneren Schulen übrig.
Da diese ihren Standort nicht ändern können, behalten sie den Nachteil. Das kann dazu führen, dass man über 10 und mehr Jahre immer leer ausgeht, immer wechselnde Abordnungen bekommt, immer im kleinen Team alles stemmen muss und damit auch weniger Kraft und Zeit für Schulentwicklung und schmückendes Beiwerk hat.
Bewerbende sagen sich gelegentlich, dass sie auf die nächsten Ausschreibungen nach 3 oder 6 Monaten warten und bis dahin jobben oder eine Vertretungsstelle übernehmen, wie häufig schon während und nach dem Studium.