(…) da Betroffene intuitiv (…) wissen, dass wir als Gesellschaft da (noch) nicht sind.
Das ist Schmarrn, den du an der Stelle- egal wie gut gemeint - schreibst. Solange ich Diskriminierung behinderter Menschen weder bezeuge, darüber lese, davon höre, noch selbst erlebe, weiß ich nicht, dass es diese gibt. Das ist dann auch keine Frage einer Intuition, die magischerweise in Wissen mündet.
Menschen mit und ohne Behinderung wachsen aber ja nicht im luftleeren Raum auf, sondern sind Teil dieser Gesellschaft, in der Exklusion an vielen Stellen als normal erachtet und hingenommen wird. Ergo ist allen auch ganz allgemein klar, dass es Diskriminierung verschiedenster Gruppen gibt.
Wer dann darüber hinaus einer von Diskriminierung besonders häufig betroffenen Gruppe angehört (Menschen mit Behinderung, PoC, queere Menschen, …) weiß unabhängig davon, was individuell tatsächlich erlebt wird, dass man Teil einer besonders häufig diskriminierten Gruppe ist. Auch das ist keine Frage der Intuition.