Eine gewisse Portion Respekt vor dem Stellenantritt ist total normal.
Da wir mit Menschen arbeiten, gibt es aber keine vorgefertigte Schablone oder ein bestimmtes Handeln, was immer zum Ziel führt, sondern viele Dinge lösen sich mit Intuition und Menschenkenntnis - und natürlich auch Didaktik. Die hast du im Studium aber bestimmt auch kennengelernt, wenn auch nur theoretisch und nicht vollumfänglich. Ich stimme Firelilly absolut zu, dass andere Inhalte an der Uni wichtiger sind als das Druchsetzten gegenüber Pubertierenden etc.
Auch im Ref lernt man in den Seminaren nicht den Umgang mit allen möglichen Situationen - wie auch? Ich bin nun ca. 15 Jahre im Schuldienst und erlebe immer noch gänzlich neue Situationen. Und ich verhalte mich in vielen davon bestimmt nicht lehrbuchhaft, da bin ich mir sicher. Aber mit der Zeit wird man auf jeden Fall professioneller im Umgang mit Konflikten, Gesprächen. Das von dir gewählte Beispiel "Auftritt eines Todesfalls" ist leider gar nicht mal so selten und auch hier gibt es eben kein allgemeines Rezept, denn jeder geht anders damit um bzw. benötigt anderen Trost. Der eine will es absolut ausgrenzen und nicht darüber reden, der andere sucht das Gespräch mit dir und weint und der nächste reagiert aggressiv oder oder oder
Ganz klar ist auch, dass man selbst als gut ausgebildete Lehrkraft nicht alles wissen kann. Manchmal stellen Schüler abstruse Fragen, die ich nicht beantworten kann (Erst gestern: "Frau Alterra, wie denkt eigentlich ein Hund?"). Aber auch das ist okay. Ganz allgemein aber sollte natürlich eine entsprechende Fachkompetenz vorhanden sein, sonst wird es echt peinlich.
Von dem Gewäsch solltest du dich dringend distanzieren...was juckt dich denn, was irgendwelche alten Bekanntschaften von dir denken?