Hallo Lehrer und angehende Lehrer,
ich habe 2017 meine Ausbildung zum Chemielaboranten abgeschlossen und vorher kein Abitur gemacht. Nun merke ich immer mehr, dass ich den Beruf definitiv nicht ewig ausführen mag. Ich würde nun gerne ohne Abitur Chemie und Mathe auf Lehramt in RLP studieren. Meine Frage jetzt ist: Ist es möglich bei der Fächer kombi noch 20h, bei meinem bisherigen Arbeitgeber (da ich das Studium ja finanzieren muss), arbeiten zu gehen und das Studium trotzdem ganz gut zu machen. Mit Chemie sollte ich dank der Ausbildung eigentlich kein Problem habe, jedoch habe ich bedenken bei Mathe. Meint ihr das ist machbar oder ist der Mathe-lernaufwand zu groß?
liebe Grüße!
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Wie schon gesagt, studieren ist je nach Studienbedingungen ein Fulltimejob. Das hängt unter anderem davon ab, wie deine Praktika in Chemie ablaufen. Eventuell wird dir vielleicht etwas erlassen?
Was Mathe angeht: Es hängt von dir ab
Ich sehe es täglich bei meinen Schülern: Beim Einen macht es nach einer Sekunde schon klick, beim Nächsten nach einer Minute, beim Übernächsten nach 10 Minuten, ...
Ob das Vorwissen aus der Oberstufe so entscheidend für ein erfolgreiches Mathestudium ist, da bin ich mir nicht so sicher. Ich würde dazu tendieren, ein gefestigtes Grundwissen für entscheidender zu halten: Zahlenvorstellung, geometrische Vorstellung, Abstraktionsvermögen, logisches Denken, Termverständnis, Funktionsverständnis, Arithmetik und Algebra der Mittelstufe. Wenn das verfügbar ist und die Motivation da ist, sehe ich hier kein grundlegendes Studienhindernis. Ob man jetzt Analysis oder Vektorgeometrie schon mal gehabt hat, jo mei ... an der Uni ist es sowieso anders
Eine Kurvendiskussion nach Schulrezept habe ich an der Uni nie machen müssen, absurd eingekleidete und oberlangweilige Ich-schneide-Ebenen-mit-wasweissich-Aufgaben zum Glück auch nicht.
Von daher: Viel Spaß beim Studium! 