Beiträge von WillG

    Ich bezweifle stark, dass die Remonstration vor strafrechtlichen Konsequenzen schützt.

    Im Regelfall schon:

    Zitat

    Grundsätzlich trägt der Beamte die volle persönliche Verantwortung für die Rechtmäßigkeit seiner dienstlichen Handlungen. Von dieser Verantwortung wird er freigestellt, wenn er seiner Remonstrationspflicht nachkommt und Bedenken zum Beispiel gegen die Rechtmäßigkeit dienstlicher Anordnungen geltend macht. Die Remonstrationspflicht besteht bereits dann, wenn der Beamte die Weisung als möglicherweise rechtswidrig ansieht.


    Die Remonstration verläuft in drei Stufen. Zunächst muss der Beamte Bedenken gegen die Rechtmäßigkeit einer amtlichen Weisung beim unmittelbaren Vorgesetzten erheben. Bleibt dieser bei seiner Anordnung, hat er sich an den nächst höheren Vorgesetzten zu wenden. Wird die Weisung auch von diesem bestätigt, muss der Beamte diese ausführen. Etwas anderes gilt lediglich dann, wenn die dienstliche Anordnung auf ein erkennbar strafbares oder ordnungswidriges Verhalten abzielt, die Menschenwürde verletzt oder sonst die Grenzen des Weisungsrechts überschreitet.

    https://www.dbb.de/lexikon/the…emonstrationspflicht.html


    EDIT: Zitat zur Remonstration erweitert

    Nicht remonstrieren ist vermutlich das einzige, was der Kollegin vorzuwerfen ist, der Referendarin würde ich gar nichts vorwerfen.

    Auch hier muss man zwischen subjektiv-emotional und dienstrechtlich unterschieden. Subjektiv würde ich der Referendarin hier auch keinen Vorwurf machen, zumal es ja auch noch eine Fürsorgepflicht des Dienstherrn gibt. Aber dienstrechtlich ist sie nun mal Beamtin und da gelten erstmal die gleichen Vorgaben.

    dass es gerade im Schwimmunterricht rechtssichere Vorgaben braucht samt einem demgemäßen Personalschlüssel, auf die man sich verlassen darf als Lehrkraft, wenn man seinen Teil der Bedingungen (Ausbildung/ Fortbildung, wahrgenommene Aufsichtspflicht, Remonstration bei unzumutbaren/ gefährlichen Bedingungen) erfüllt. Einen Persilschein gibt es aber trotzdem nicht aus der Aufsichtspflicht heraus.

    Im Grunde ist die Remonstration der Persilschein: Du zeigst die rechtsbrüchige Dienstanweisung (hier: Aufsichtspflicht im Schwimmbad bei unzureichendem Personalschlüssel) bei der Schulleitung an. Wenn diese an der Dienstanweisung festhält, gehst du mit der Remonstration an die übergeordnete Behörde. Wenn diese an der Dienstanweisung festhält, musst du sie ausführen, kannst aber für den Rechtsbruch nicht mehr verantwortlich gemacht werden.

    Dass man dann im schlimmsten Fall auch irgendwie damit leben muss, dass ein Schüler im eigenen Unterricht das Leben verloren hat, ist dann ein anderes (großes) Problem, aber kein dienstrechtliches.

    Ganz grundsätzlich neigt das Englische eher zu kurzen Sätzen als zu Schachtelsätzen. Akademische Schreibweise zeichnet sich durch eine klare Struktur aus und durch die Verwendung des präzise gewählten Fachwortschatzes.

    Ferndiagnosen sind immer schwierig, aber aus den Bruchstücken des Feedbacks, die du hier wiedergibst, klingt es für mich, als würdest du unnötig komplizierten Satzbau mit ungenauem Wortschatz kombinieren.

    Es wurde schon mehrfach gesagt, aber ich fürchte, das wird vielleicht in der Vielzahl der Tipps untergehen:
    Du wirst das Schreiben nur durch Schreiben lernen. Schreib eine Summary nach der nächsten, drück sie deinem Dozenten in die Hand, oder Kommilitonen oder - wie schon vorgeschlagen - benutz die KI.

    Wortschatzerweiterung, und zwar genau so, wie Chili es vorschlägt, scheint in deinem Fall auch angebracht.

    Alles andere, Serien schauen, Bücher lesen etc. sind langfristige Festigungsmechanismen, die für deine Sprachkompetenz gut sind, dich aber in der kurz-/mittelfristigen Prüfung im Bereich "writing" erstmal nicht dahin bringen, wo du hin musst.

    Ich finde die Begründung mit dem Gruppe-Teilen fraglich, wenn das Land keinen anderen Personalschlüssel vorgibt.

    Zeigt wieder einmal deutlich, dass die RemonstrationsPFLICHT eben nicht (nur) ein Mittel des Arbeitskampfes ist, sondern jeder Kollege gut beraten ist, ihr nachzukommen, wenn die systemischen Vorgaben und Zwänge ein Verhalten erfodern würden, dass rechtsbrüchlich ist.

    Subjektiv und moralisch scheint das Urteil sicherlich ein Fehlurteil, aber es widerspricht nicht meiner Auffassung vom Dienstrecht, so bitter das für die Kolleginnen an dieser Stelle ist.

    Oh, wenn wir bei Wünsch-dir-was sind, dann wünsche ich mir Rot-Grün. Rot-Rot-Grün wäre tatsächlich auch völlig okay für mich. Oder sogar Schwarz-Grün. Ich befürchte bei GroKo wieder Stillstand und innere Streitereien. Ich halte es nur nicht für realistisch.

    Ich setze auf SPD, Grüne und Die Linke. Olaf Scholz bleibt Kanzler und Die CDU guckt doof aus der Wäsche, weil sie nichts zu sagen haben wird, denn mit der AFD zusammenarbeiten kann sie nicht.

    In dieser Koalition dürften 60 Sitze für eine Mehrheit fehlen.

    FDP 4,6 %. Yeah!
    Lindner hat in der Runde bereits seinen Weg in den Ruhestand angekündigt.

    Ich gönne es ja der FDP - und vor allem Lindner - dass sie die Quittung für ihr Verhalten in der Ampel und um das Ampel-Aus bekommen.

    Gleichzeitig glaube ich aber, dass es keine gute Nachricht ist, dass eine Partei der Mitte weniger im Bundestag sitzt. Die Regierungsbildung wird schwer genug und ich würde mir für die Opposition möglichst viele Sitze wünschen, die die Regierung bei sinnvollen Absichten auch unterstützt.

    Meiner Meinung nach ist das einzige, was einen weiteren Rechtsruck aufhalten kann, eine Regierung, die sich Inhalten zuwendet und als aktiv sowie effektiv (!) handelnd wahrgenommen wird. Das liegt jetzt in der Verantwortung des gesamten Bundestags und dass man auf 20% schon nicht bauen kann, ist ein echtes Problem.

    Das galt auch für Lucke

    Lucke war der Sohn meiner Grundschuldirektorin und ich keine, die ist auch für die AfD in den Stadtrat eingezogen - das waren keine Faschisten und einfach eine ganz andere Nummer als das, was die AfD heute vertritt. Eigentlich schade, dass die Partei von rechtsaußen gekapert wurde, denn grundsätzlich wäre im Parteienspektrum durchaus noch "Platz" für eine konservativ-wirtschaftsliberale Partei gewesen.

    Ich frage mich - ganz unironisch - ob Lucke heute Abend vor den Wahlergebnissen sitzt und sich fragt, was er da eigentlich mit der Parteigründung angerichtet hat.

    Sie ist definitiv alles andere als intelligent, ich frage mich nur immer wieder, was für Gehirnakrobatik sie anstellen muss, um sich mit den Standpunkten ihrer Partei anzufreunden.

    Ich glaube, für Weidel ist es eine reine Machtfrage. In einem Artikel (Spiegel online?) stand kürzlich, dass sie wohl in ihrem früheren Job in der Wirtschaft nicht so übermäßig erfolgreich war. Ich glaube, in der AfD sieht sie die Möglichkeit, jetzt Erfolg zu haben. Nicht mehr und nicht weniger. Dafür nimmt sie die kognitiven Dissonanzen in Kauf.

    Höcke sehe ich hier eher als Gesinnungstäter. Und bei ihm, studierten Historiker, würde mich die Gehirnakrobatik tatsächlich interessieren.

    Ich würde dem keine Bedeutung beimessen und es überlesen. Vielleicht ist das Kind in Englisch überfordert, [...].

    Sollte man nicht gerade dann als Pädagoge das Gespräch suchen, statt den Frust zu ignorieren? Ich meine, das Fach Englisch wird der Schüler so schnell nicht los, da sollte man meiner Meinung nach herausfinden, ob Überforderung dahinter steckt und Hilfe anbieten, statt es zu überlesen.

    Ich kenne einen Fall in Bayern, dessen erste Bewerbung für den Auslandsschuldienst ebenfalls bereits bei der Freigabe durch das KM gescheitert ist, da die Note des Staatsexamens nicht gut genug war (- ich weiß aber nicht, ob 1., 2. oder beide). Mit der Ablehnung kam der schriftliche Hinweis, dass dies durch ein UB in der Beurteilung ausgeglichen werden könne. Für den Kollegen hat das dann auch geklappt und er konnte dann etwas später als ADLK in den Auslandsschuldienst.
    Das ist allerdings mehrere Jahre her und, wie gesagt, der Hinweis auf die dienstliche Beurteilung stand im Ablehnungsschreiben, also weiß ich nicht, ob das immer noch genau so gehandhabt wird. Grundsätzlich erfüllt Bayern seine Verpflichtung zur Entsendung von Lehrkräften in den Auslandsschuldienst schon immer eher widerwillig und hat sich schon immer alle möglichen Schlupflöcher einfallen lassen, um hier nicht im vollen Umfang in Leistung zu treten, so dass ich mir schon vorstellen kann, dass sie im Kontext des Lehrermangels noch restriktiver geworden sind.

    Scheiße finden darf jeder alles. Wo ist da die Beleidigung?

    Ich würde dir zustimmen, wenn da stehen würde "Englisch ist scheiße". Dann könnte man noch über die Wortwahl ins Gespräch gehen und darüber, ob so etwas im Arbeitsheft stehen sollte.

    Problematisch finde ich die Personalisierung, da ja explitizt von "Englisch bei Frau XY..." die Rede ist. Hier würde ich durchaus mit dem Schüler ins Gespräch gehen und über Möglichkeiten zur konstruktiven Kritik und - altersgemäß angepasst - über ad hominem Attacken reden. Aber ich bin kein GS-Lehrer und kann deshalb nicht kompetent sagen, ob und in welcher Form dies in der Primarstufe angemessen ist.

    Es geht um die Gerechtigkeit.

    Ich halte das durchaus für ein legitimes Anliegen, ganz allgemein gesprochen.

    Aber, wie gesagt, dann muss man ins Gespräch mit der Schulleitung gehen, die dann im Zweifelsfall für Transparenz sorgen muss, warum der freie Tag nötig ist. Dafür kann es gute Gründe geben, die dann aber auch konkret benannt werden müssen. Ein reines "Entlastung für SL-Tätigkeit" wäre mir da auch zu wenig. Ich halte auch wenig davon, dass es solche Priviliegien gibt, einfach nur weil man Mitglied der SL ist.

    Aber wenn es konkrete Gründe gibt, und Seph hat solche genannt, und wenn diese auch benannt werden können, vielleicht sogar inkl. Absprachen für den Umgang mit solchen unterrichtsfreiene Tagen (- wobei solche SL-interna das Kollegium und auch den PR nur sehr bedingt etwas angehen -), dann kann das schon gerechtfertigt sein.

    In jedem Fall rate ich zu einer sachlichen, ergebnisoffenen Herangehensweise. Die 20-30 "Urlaubstage mehr" gehören sicherlich nicht dazu.

    Worin besteht denn nun genau das Problem?

    Hast du das Gefühl, alleine gelassen zu sein, weil Mitglieder der Schulleitung nicht immer ansprechbar sind? Oder ist es ein diffuses Ungerechtigkeitsgefühl.

    Beides kann seine Berechtigung haben, für beides muss man Gespräche mit der Schulleitung führen und um mehr Transparenz im Sinne von Sephs Erläuterung herzustellen.

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