Was ich schon bei uns im Kollegium (das ingesamt sehr jung ist) beobachte, sind vornehmlich Kolleginnen, die kurz vor der Pensionierung stehen, und die unisono einerseits mit "Das lern ich nicht mehr" auf Digitalisierung reagieren (und damit meine ich keine fancy Spielereien, sondern grundlegende Kompetenzen wie das Verwenden von Lautschrift in MS Word oder das Planen eines Wandertag-Weges mithilfe von GoogleMaps). Andererseits sind das dieselben Kolleginnen, die den angenommenen gesellschaftlichen Verfall auch monokausal auf die zunehmende "Internetsucht und das ständige Gedaddel" der Jugend zurückführen.
Beiträge von Kieselsteinchen
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Nein. Der Maturaufsatz wird bei uns seit letztem Jahr auf dem Laptop geschrieben. Mit freiem Zugang zum Internet natürlich.
Jetzt stellst Du implizit etwas als unhinterfragt besser dar, was Du German vorhin vorgeworfen hast.
Es sei denn, ich lese zu viel aus dieser Aussage heraus. -
Ich habe mal durchgerechnet was mich mein Kind im Monat kostet: Rund 2500 Euro. Da kann ich über dem Familienzuschlag Stufe 2 plus Mietenstufe 3 nur müde lächeln.
Ich frage mich, wie ein handelsüblicher Physiotherapeut, Supermarktangestellter, KFZ-Mechanikerin oder Reisekauffrau sich bei diesen Kosten Kinder leisten kann. Aber auch die haben ja welche.
Was die Frage dahingehend ändert, ob die 2500€ tatsächlich der "Preis" sind, den man für ein Kind zahlen MUSS oder einfach der, den man zahlen WILL.
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Ja, es ist eben lustig bei uns
Das glaub ich dir aufs Wort, aber was heißt denn das Zitierte? Was mit "malen"?
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"e chli mölele"
Wie bitte?
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Wo leitet sie die Illegitimität eines Faches her? Es geht um Benotung.
Jap, ich korrigiere mich.
"Aus einem persönlichen Defizit die generelle Illegitimität der Benotung in einem Fache abzuleiten, halte ich für bequem."
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1. Sportliche "Begabung" gibt es definitiv und das fängt schon mit dem Muskeltonus an, der bereits bei der U8 (eine Untersuchung im Kleinkindalter, ich habe eben extra nachgesehen) meines Kindes als nicht ausgeprägt vom Kinderarzt notiert wurde. Ich habe alles versucht, meinem Kind Bewegung schmackhaft zu machen, wir waren beim Kinderturnen, haben etliche Sportarten ausprobiert und einige auch über einen gewissen Zeitraum durchgezogen (in der Hoffnung, der Knoten würde noch platzen), haben den Garten seit Jahren voller Bewegungselemente wie Trampolin, Balancierstange, Turnstangen, ... Mein Kind hat null Interesse, es läuft nicht gern und klettert nicht gern und entsprechend entwickeln sich Muskeln auch nicht so stark wie bei Kindern, die von sich aus einfach ständig in Bewegung sind.
Ist es dann nicht einfach schlusslogisch so, dass dein Kind sich in Sport besonders anstrengen muss, um dieses Manko auszugleichen?
Andere Kinder müssen sich in Mathe besonders anstrengen, weil sie Schwierigkeiten mit dem Zahlenverständnis haben, wieder andere beim Auswendiglernen von Fakten, weil sie sich Dinge nicht gut merken können usw.Aus einem persönlichen Defizit die generelle Illegitimität eines Faches abzuleiten, halte ich für bequem.
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Ich muss schon sagen, ich fühle mich an meinem bayerischen Gymnasium richtig verwöhnt.
Hier hat jeder eine sog. Präsenzstunde, in der muss er/sie anwesend sein und die Vertretungsplaner können auf ihn/sie zurückgreifen, wenn eine Stunde vertreten werden muss.
Mehr Vertretungsstunden gibt es i.d.R. nicht.
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Das ist in Bayern eine Art der Notengebung. Am Anfang einer Stunde werden einzele SuS über den Inhalt der letzten Stunden mündlich ausgefragt.
Fachterminus ist "Rechenschaftsablage".
aber für manche aus der Klasse, die die Inhalte nicht so gut verstanden haben/verstehen konnten, war das immer eine sehr unangenehme Situation. Ich bin froh, dass diese Methode in Hessen nicht angewandt wird.
Im Idealfall fragen die Schüler, wenn sie etwas nicht verstanden haben, in der Stunde nach, weil sie wissen, dass es eben diese Art von LNW gibt und sie es ggf. in der nächsten Stunde erklären müssen.
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"genügend" vs. "ungenügend"
Entspricht das den Noten 4 und 6 in Deutschland oder ist die Bewertungsskala da eine andere?
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Menschen, denen eine Schwerbeschädigung und ein bestimmter Grad der Behinderung attestiert wird, haben dadurch Anspruch auf einen Nachteilsausgleich, z.B. mehr Urlaubstage, Steuerleichterungen aufgrund erhöhter Aufwände, Anspruch auf einen eigenen Parkplatz usw. Dieser Nachteilsausgleich findet auch Berücksichtigung bei der Einstellung und bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes einschließlich finanzieller Unterstützung des Arbeitgebers, falls eine besondere Ausstattung erforderlich ist oder jemand Assistenz benötigt, um seiner/ihrer Arbeit nachzugehen.
Das beantwortet meine Frage, danke.
Quittengelee Was verwirrt dich?
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Wie kommst du darauf, dass das so sein müsste? Weil du (noch) nicht gelernt hast, präzise und auf den Punkt zu formulieren?
Mit diese Scheinargument ad hominem getarnt als Frage stellst du diejenigen, die Wortgutachten statt Notenzeugnisse ablehnen, als allein aufgrund ihrer eigenen Unfähigkeit zu dieser Überzeugung gekommen dar. Gleichzeitig unterstellst du implizit, dass es keine anderen Gründe für die Position gegen Wortgutachten geben könne.
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Danke für die Erklärung, chemikus08.
Weil nicht jede Behinderung eine Erkrankung ist und nicht jede Erkrankung zwingend zu einer vorzeitigen Dienstunfähigkeit führt.
Das ist keine Antwort auf meine Frage.
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Wie ist das eigentlich begründet, dass Menschen mit GdB aus diesem Kriterium "Wird er oder so mit hoher Wahrscheinlichkeit vorzeitig dienstunfähig?" raus sind?
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Den Beamtenstatus wieder aufkündigen und als Angestellter arbeiten.
Zwei ernst gemeinte Fragen:
Wären dir die finanziellen Einbußen das wirklich wert, obwohl du sagst, dass du nicht weißt, ob du auf Dauer in Teilzeit bleiben würdest?
Und wenn auch im Angestelltenverhältnis mit dem Teilzeitverhältnis so verfahren würde wie oben angenommen?
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Schöne Sache! Hätte ich die Seite mal gekannt, bevor ich die Schulaufgabe zum Thema "Den Anfang einer authentischen Sage fortsetzen" geschrieben habe.
Den Stern * nennt man übrigens Asterisk
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Wie würdest du reagieren, wenn dieses systemische Problem dadurch gelöst würde, dass Teilzeit ohne triftige Gründe verboten wird?
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Ich halte es schon für problematisch, wenn Schüler heute keine Vorstellung von Größenordnungen mehr haben und diese nicht mehr abschätzen können.
Dann ließ doch bitte weiter, ich zitiere mich mal selbst:
"Solange die Kompetenz vorhanden ist, die Technik zu beherrschen, gepaart mit einem gewissen Grundverständnis dessen, was die Technik tut - wo geht uns denn da was verloren?"
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Der Taschenrechner hat seinen Job ja auch gemacht. Kein Mensch kann mehr kopfrechnen. Die überteuerten Grafikrechner, die im Abi benutzt werden (jetzt CAS, ich glaube, noch teurer), braucht kein Mensch.
Es wurde schon angedeutet und ich schließe mich an: wenn man annimmt, das deine Aussage stimmt, was ich in der Absolutheit ohnehin anzweifeln möchte, stellt sich ja auch die Frage, ob das jetzt so schlimm ist.
Steno kann heute schließlich auch keiner mehr, weil es nicht mehr nötig ist.
Solange die Kompetenz vorhanden ist, die Technik zu beherrschen, gepaart mit einem gewissen Grundverständnis dessen, was die Technik tut - wo geht uns denn da was verloren?
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Ich kenne zwar state_of_Trances Hintergrund nicht, muss ihm aber insofern rechtgeben, als für mich persönlich, wenn ich die Vor- und Nachteile meines Berufs auf die Waage lege und in den Zeiten, in denen ich doll an der Wahl zweifle die Verbeamtung sowie die damit einhergehenden Privilegien und finanziellen Anreize schon extrem stark wiegen.
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