Ich habe im Freundeskreis 4 Berufsschullehrer und viele Kollegen allgemeinbildender Schulen. Die Berufsschulkollegen wirken meinem Eindruck nach tatsächlich entspannter und drehen weniger am Rad - und jammern auch weniger, wenn wir zusammen sitzen^^ Ich denke, dass das vor allem damit zusammenhängt, dass dort Elternarbeit, Erziehungsarbeit, Inklusion usw. nicht so eine zeit- und energiefressende Rolle wie in Schulen mit Sek I spielen. In Sachen Vorbereitung und Korrekturen tut es sich sicherlich nicht viel, aber vielleicht kommt man mit älterem Klientel nervlich besser durch den Alltag.
Allerdings schimmert in diesem Posting grundsätzlich eine Einstellung durch, mit der man dem Job besser fern bleiben sollte. Der Eindruck mag täuschen, aber "chillen" finde ich im Berufsleben generell eher weniger angesagt und sollte in den Überlegungen zur Jobwahl kein Kriterium sein. Man darf bitte auch nicht vergessen, dass es hier um Menschen und deren Zukunft geht - diese Verantwortung kann man in unterschiedlicher Weise wahrnehmen, ihnen regelmäßig 1/3 der Unterrichtszeit vorzuenthalten ist aber definitiv nicht in Ordnung. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es viele Schulen gibt, an denen so eine Arbeitshaltung geduldet wird.