Hat man schlechte Chancen auf eine Planstelle, wenn man beliebte Fächerkombi hat?

  • Hallo zusammen,


    momentan überlege ich das Fach (Englisch) zu wechseln, da ich bereits ein korrekturintensives Fach habe (Deutsch).


    Ich überlege momentan fieberhaft, ob ich wirklich diesen Wechsel zum Fach Geschichte machen sollte, weil…


    -ich auf Gy/Ge studiere (schlechte Einstellungschancen, aber ich möchte bei dieser Schulform bleiben)

    -ich Englisch total mag (Aber es gibt ein großes Problem mit der Studienorganisation bei uns und das raubt mir den letzten Nerv. ; Ich habe auch gute Noten in diesem Fach.)


    Leider liegen mir MINT Fächer nicht besonders.


    Könnte ich denn später trotzdem meine Chancen erhöhen, wenn es mir egal wäre wohin ich käme (also auf den Ort bezogen)?

    Würde ich dann trotzdem eine Planstelle bekommen?

  • Zu welchem Fach würdest du denn wechseln?


    Vorhersagen, wie es in einigen Jahren mit Stellen sein wird, ist immer sehr schwer bis kaum möglich.


    Wenn du so flexibel wärst auch das Bundesland zu wechseln, dann sollte wahrscheinlich schon eine Stelle möglich sein.


    Von daher, studiere das, was dir Spaß macht und was du auch unterrichten möchtest.

  • Danke für den Hinweis! :) Ich würde gerne zu Geschichte wechseln.

  • Deutsch/Geschichte ist sicher nicht die gefragteste Kombination am Markt. Wenn du aber wie angedeutet räumlich wirklich ganz flexibel bist, ist die Chance, später eine Stelle zu erhalten, dennoch recht gut. Ob sich mit Deutsch/Geschichte gegenüber Deutsch/Englisch die Korrekturen wirklich deutlich reduzieren, wage ich aber zu bezweifeln. Aber auch das mag wieder Bundeslandabhängig sein.

  • Deutsch/Geschichte ist sicher nicht die gefragteste Kombination am Markt. Wenn du aber wie angedeutet räumlich wirklich ganz flexibel bist, ist die Chance, später eine Stelle zu erhalten, dennoch recht gut. Ob sich mit Deutsch/Geschichte gegenüber Deutsch/Englisch die Korrekturen wirklich deutlich reduzieren, wage ich aber zu bezweifeln. Aber auch das mag wieder Bundeslandabhängig sein.

    Danke dir! Leider muss ich wahrscheinlich wechseln, da die Organisation Probleme macht.

  • Danke dir! Leider muss ich wahrscheinlich wechseln, da die Organisation Probleme macht.

    Das kann ich nachvollziehen und hatte ich damals tatsächlich auch im Blick. Es gab einfach Fächerkombinationen, deren Vorlesungen durch die Fakultäten aufeinander abgestimmt waren und es gab welche, die oft zu Kollisionen führten.

  • Das wäre jetzt sinnlos, da ich gegen Ende meines Studiums (Bachelor) bin. Es liegt leider an einem Modul, was mir Schwierigkeiten bereitet bzw. wo ich nicht weiß, woran es liegt.

    Aber wenn du wechselst, musst du doch das ganze Fach studieren und bist eben nicht am Ende des Bachelors. Oder verstehe ich das falsch.

  • Ich muss gestehen, ich verstehe das mit den Planstellen nicht ganz. Als ich letztes Mal mit dem hiesigen Schulamt gesprochen hatte, hiess es aber, mit meiner Fächerkombination wäre ich nach der Bewerbung "ganz oben auf der Liste...und wahrscheinlich die Einzige". Ob das jetzt gut ist oder nicht, weiss ich nicht genau. Angeblich hätten meine Fächerkombination nicht viele...🤔 Klingt etwas merkwürdig und kann ich mir gar nicht vorstellen.

    (Offiziell dann Englisch und Geschichte für Sek 1, bin aber auch ganz froh, wenn mich jemand Mathe, Nawi oder Informatik unterrichten lässt.)

  • Naja, das hängt ja neben den Fächern auch von Schulform, Ort und Zeit ab.


    Bei uns sind Sek1-Planstellen-Bewerber z.B. im Moment auch gerade selten, weil die neuen LAA noch nicht fertig sind, nur Sek1-Studium gerade nicht 'in' ist und der Ort eher lokale Leute anzieht.


    Dafür kloppten sich dann 100 Gymnasialbewerber um eine unserer Vertretungsstellen, weil sie überbrücken wollten bis am Gym wieder Stellen frei sind.

  • (Offiziell dann Englisch und Geschichte für Sek 1, bin aber auch ganz froh, wenn mich jemand Mathe, Nawi oder Informatik unterrichten lässt.)

    Das ist tatsächlich auch stark schulformabhängig. Während an den Grundschulen und teils auch den Sek 1 Schulen fachfremder Unterricht vergleichsweise normal ist, um die Lehrkräfte möglichst stark an einzelne Lerngruppen zu binden, ist an Gymnasien und insbesondere der Sek II ein fachfremder Einsatz nahezu ausgeschlossen. Das bedeutet dann aber auch, dass die Schulen auch darauf angewiesen sind, entsprechend der Wochenstunden eines Faches über alle Lerngruppen hinweg die dazu passenden Lehrkräfte zu haben. Das wiederum ist in "beliebten" Fächern wesentlich einfacher zu bewerkstelligen als in den Mangelfächern und bedeutet dann andersherum, dass diese Lehrkräfte spürbar größere Chancen haben, auch in ihrem Wunschbereich an einer Schule unterzukommen.

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