Referendariat- lieber an einer bekannten oder neuen Schule?

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    Okay, ich hätte Doppelsteckung anders verstanden (eingetragene Unterrichtszeit für beide Menschen, also für beide Teil des Deputats.).
    Wenn ich als Mentorin / Fachkollegin den Unterricht eines Referendars / eines Kollegen "besuche", dann ist es Teil meiner ungebundenen Arbeitszeit.
    Wenn der Reffi in meinem Unterricht ist (egal, ob er Unterricht hält oder zuschaut), dann ist es mein Deputat, sein Ausbildungsunterricht.

    (Ich hatte es gedanklich nah am Teamteaching verbunden, sorry)

  • Wenn ich zur LiV doppelt gesteckt werde, zählt die Stunde für sie und für mich, wie haben die Stunde beide fest im Stundenplan als Deputatsstunde.


    Gibt es aber eine brisante Mangel-Situation, kann die Betreuung ggf. nicht erfolgen, weil die Lehrkraft in dieser Zeit andere Klassen übernehmen muss, um die Betreuung zu gewährleisten.

  • Okay, ich hätte Doppelsteckung anders verstanden (eingetragene Unterrichtszeit für beide Menschen, also für beide Teil des Deputats.).

    Ja, ist ja auch so, aber das ist eben bei uns in den Hospitationsstunden auch so, sitzt der Ref drin uns hospitiert ist es ein Teil seiner Stunden (er macht einen Teil Unterricht und hospitiert den Rest der Stunden), sitzt eine betreuende Lehrkraft drin, dann zählt das für sie auch zu ihrer Stundenzahl (und genau deshalb, weil dem so ist, kann man kaum noch jemanden verpflichten, denn man hat die Stunden einfach nicht).


    Wenn der Reffi in meinem Unterricht ist (egal, ob er Unterricht hält oder zuschaut), dann ist es mein Deputat, sein Ausbildungsunterricht.

    Bei uns hat der Referendar genauso Stunden wie die Lehrkräfte und da zählt es bei beiden rein.


    Gibt es aber eine brisante Mangel-Situation, kann die Betreuung ggf. nicht erfolgen, weil die Lehrkraft in dieser Zeit andere Klassen übernehmen muss, um die Betreuung zu gewährleisten.

    Genau das hatten wir eben oft, weil das eben eine Stunde, die eigentlich zur Unterrichtsabdeckung gedacht ist, bei beiden ist, kommt es dann auch dazu, dass beide Unterrichten müssen, dann eben leider in unterschiedlichen Räumen.

  • Bei den anderen LiVs hat man die Hospitationsphase gekippt, den Beginn auf den Anfang des Halbjahres gelegt und 4-8 eigenverantwortliche Stunden gesetzt,

    die LiV zählen in der Statistik für 6 Stunden, sie werden gerne an Schulen mit größerem Fehl gesetzt, auch um dort die Versorgung zu verbessern (wir haben keine Lehrkraft für sie, aber sie bekommen eine LiV, die sie ausbilden dürfen). Manchmal ist es schon schwierig, die 2 Stunden Betreuung zu realisieren.

    Ich fand das alte System besser.


    Durch die Umstellung im Studium haben aber inzwischen alle schon ein längeres Praktikum absolviert und auch schon viele als Vertretung gearbeitet, bevor sie ins Ref gehen.

    Ja, in der Tat wurde bei uns im BBS-Bereich bislang nichts geändert. Wir haben weiterhin den Ref-Start zum 1.11. bzw. 1.5. Wobei die "dreimonatige" Hospitationsphase im Endeffekt ja doch keine vollen drei Monate umfasst; insbesondere bei einem frühen Sommerferienbeginn (plus Feiertagen) haben diejenigen, die im Mai mit ihrem Ref. starten teilweise nur sieben Wochen Hospitationsphase.

    Ein längeres Praktikum gibt es allerdings für die Lehramt BBS-Studierenden bisher leider ebenfalls nicht. Es bleibt bei jeweils fünf Wochen ("allgemeines Schulpraktikum" im Bachelorstudium, "Fachpraktikum" im Master).

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Bei unseren LiV erscheinen übrigens nur die Stunden des "eigenverantwortlichen" Unterrichts (i. d. R. acht Stunden) im Stundenplan. Da sie im "betreuten" Unterricht - für den mind. vier Unterrichtsstunden vorgesehen sind - auch während des Halbjahres wechseln können (das bietet sich z. B. nach den Osterferien bei Klassen an, die dann in die Prüfungsphase gehen), tauchen diese Stunden nicht in den "offiziellen" Stundenplänen der LiV, also nicht in "WebUntis", auf. Sie müssen aber natürlich trotzdem in einem Formular des Studienseminars notiert und sowohl in der Ausbildungsschule als auch im Seminar abgegeben werden.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Ich mache gerade mein Ref & habe davor ein Jahr als Vertretungslehrerin an meiner Schule gearbeitet. Ich kann es nur empfehlen, sofern du natürlich Schule/Kolleg:innen/etc. magst. Ich konnte schon vor Refbeginn meine Mentor:innen abklären und das war ein netter Nebeneffekt.

    Für mich war es, gerade am Anfang, eine super Stütze, dass ich meine Schule und dessen Ablauf und System kannte. Du wirst die ersten Wochen so voll mit neuen Eindrücken und Informationen durch die Seminare sein, dein "Vorwissen" bzgl. deiner Schule kann dich da schon entlasten. Das habe ich gerade bei den "neuen" Refis beobachtet, welche sich erstmal in die ganzen Portale und Regelungen einarbeiten mussten.

    Auch kannte ich dadurch die Erwartungen meiner Schule (z.B Projektwochen, Konferenzen, AGs), sodass ich mich einfacher eingliedern konnte (oder ich meine vorherigen Projekte/Aufgaben weitermachen konnte).

    Ich unterrichte auch eine Klasse (und einzelne Schüler:innen in Kursen) aus dem letzten Jahr weiter im Ref, da hatte ich kein Autoritätsproblem o.Ä gehabt. Vielleicht lag es auch daran, dass gerade die jüngeren Schüler:innen das Konzept Ref nicht so ganz verstanden haben - es wurde einfach hingekommen, dass eine zweite Lehrkraft hinten sitzt.


    Ich kann es absolut verstehen, wenn man das Ref nutzen möchte, um was "neues" zu sehen. Aber ehrlicherweise wollte ich ein wenig Komfort in diesem wilden System haben und den habe ich zum Großteil bekommen - ein Tropf auf dem heißen Stein natürlich, das System Ref bleibt dennoch eine herausfordernde, aber hoffentlich schöne Nummer.

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