Zusatzmaterial oder -ideen für sehr schnell arbeitende Kinder

  • Wir mussten alle PCs abgeben, damit die Schüler-Tablets überhaupt in unsere Grundschule kommen durften... (Das Aus auch für unseren komplett ausgestatteten Computerraum) Damit einhergehend wurden die LAN-Anschlüsse in den Klassenräumen entfernt, weil die ja nicht mehr nötig waren. Bevor alle Tablets ins Internet gehen konnten dauerte es mangels schulischer Infrastruktur einige Monate. Druckaufträge konnten die Schüler*innen nicht mehr selbst erledigen, weil die Tablets mit unseren 2 Druckern keine Verbindung aufbauen konnten. Viele auf den PCs laufenden lizensierten Programme wurden aus technischen oder finanziellen Gründen nicht wieder angeschafft. Ein weiteres großes Problem: Die Akkus. Da nur 4-5 Tablets pro Klasse zur Verfügung standen, wurde der Rest bei Bedarf dazugeholt, aus anderen Klassen. Oft machten die mangels Ladung dann schnell schlapp. 12 Tablets in großen "Ladekoffern" kamen später dazu, jeweils einer pro Etage... Ich rede in der Vergangenheit, weil ich inzwischen fast 2 Jahre "raus" bin. Ob jetzt alles gut läuft, weiß ich nicht.

    Eine Sache ist vielleicht "old school", aber die habe ich sofort vermisst: Die Möglichkeit, dass die Kinder mit "richtigen" Tastaturen schreiben. Dazu natürlich: Eigene selbsterstellte Texte/Bilder/Kollagen direkt - im Klassenraum - auszudrucken.

    Wohlgemerkt: Alles aus meiner Grundschulperspektive.

  • Vorgabe der Stadt, damit der 2nd Level Support nicht zu viel Arbeit hat... Der Support für die PCs wurde von der Stadt komplett eingestellt.

    ... und der Support der Tablets an Apple outgeourced - mit Verlust des pädagogischen Einflusses auf die Software. Zudem muss jede App vom Kämmerer genehmigt werden. Funktioniert in euren Schulen das WLan stabil? Haben alle Tablets ständig genügend Ladung? Ich bin froh, dass ich mich nicht mehr damit herumplagen muss. OldSchool mit Kabel und "Oberhoheit" der Schule auf die PC-Software-Ausstattung hatte schon Vorteile.

    Mit dem 2nd-level-Support der Stadt und der EDV-Firmen musste ich mich lange genug herumärgern. Das war nur von Übel und inkompetent.

    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)
    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten

  • Wie schon geschrieben wurde: Wir wollen Kinder belohnen, die schnell (und natürlich trotzdem ordentlich und größtenteils richtig) sind. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass schnelle Kinder pauschal einfach "mehr" machen müssen. Jedes Kind muss die Standardaufgaben bearbeiten (die sehr langsamen Kinder zur Not als Hausaufgabe), die schnellen Kinder dürfen darüber hinaus Aufgaben bearbeiten, die natürlich irgendwo mit dem Unterrichtsstoff zusammenhängen, aber mit einem höheren Spaßfaktor verbunden sind. Hier ist es natürlich von Vorteil, wenn man weiß, was die Kinder gerne machen. Je breiter die Freiarbeitsmöglichkeiten, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass etwas für jeden dabei ist. Mal ein Beispiel aus der Mathematik: Wer a) bis d) gelöst hat, wird sich nur so semi freuen, wenn es dann heißt "Dann kannst du noch die e) und f) machen.". Anders könnte es aussehen, ein Zahlenrätsel zu lösen. Eine kleine Googlerecherche hat ergeben, dass es inzwschen sowas wie "Mathe-Lernkrimis" gibt. Sowas ist doch cool für Kinder. Ansonsten gibt es auch ganz viele spannende Sachen aus dem Bereich Geometrie (z.B. Origami falten).


    Im Bereich Sprache gibt es auch ganz viele Möglichkeiten. Kreatives Schreiben, Bilderbücher lesen (gerne auch komplexere bishin zu Graphic Novels), Brieffreundschaft, Aufgaben, bei denen man würfeln, basteln oder malen muss. Vielleicht gibt es unter den Schülern auch besonders beliebte Themen wie Märchen, Tiergeschichten, Geistergeschichten, o.ä.?

  • Klingt so nach 90er-Jahre?

    Das war 2015. Ich war Sysadmin der Schule und hab' bei AfB die Rechner auch palettenweise eingekauft, damit dieselbe Hardwareklasse gesichert war. Über die Sheila-Funktion der Linuxmusterlösung konnten über Nacht auf alle 75 Rechner der Schule die neuen Updates verteilt werden. Wegen Verkabelung lief das flott und problemlos durch.
    BTW: 2 Computerräume und jedes Klassenzimmer von Klasse 1-9 mit mindestens 2 internetfähigen Rechnern angeschlossen, dazu 2 eingehauste Internetstationen mit Laserdruckern auf den Fluren verteilt. Höhere Klassen mit je 5 Arbeitsstationen, Lehrerzimmer mit 2 Arbeitsplätzen. Für eine GHWRS mit knapp 300 Schülern. Und nein. Keine Röhrenbildschirme.
    Dazu eine ans Schulnetz angeschlossene CNC-Maschine im Technikraum. CAD-Programmierung im Klassenzimmer oder PC-Raum, Herstellung des Werkstücks im Technikraum.
    Einschalten. Läuft. So schlecht war das nicht.


    Nachdem die HS-Stufe aufgelöst wurde, habe ich die Schule gewechselt. Dort gab es 2 Computerräume, die von einer EDV-Firma "gepflegt" wurden. Softwareupdates hinkten 2-4 Jahre hinterher, manche Programme liefen nicht. Ein Anruf bei der EDV-Firma wurde der Schule mit 500 € in Rechnung gestellt. Das war nur noch sch...

    90er mit konstanten (Hardware-)Updates und stabilem Kabelnetz sowie Linuxmuster-Schulnetz ist nicht übel. Ob das Wischi-Wischi auf Apple-Tablets die Schüler auf ein höheres Level des Computerzeitalters und der dafür benötigten Fähigkeiten gebracht hat, bezweifle ich sehr.

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  • Ein Anruf bei der EDV-Firma wurde der Schule mit 500 € in Rechnung gestellt. Das war nur noch sch...

    Das ist allerdings zum Ko....

    Hier erhielt man nach dem Anruf ein kostenloses "Ticket", das Zeitfenster für die Hilfe durch den recht kompetenten Service war am Anfang auch okay. Leider konnte die Personalausstattung für den Support nicht mit der (problematischen) schnell wachsenden Ausstattung bzw. dem Hilfebedarf an den Schulen mithalten...

  • Das ist allerdings zum Ko....

    Hier erhielt man nach dem Anruf ein kostenloses "Ticket", das Zeitfenster für die Hilfe durch den recht kompetenten Service war am Anfang auch okay. Leider konnte die Personalausstattung für den Support nicht mit der (problematischen) schnell wachsenden Ausstattung bzw. dem Hilfebedarf an den Schulen mithalten...

    Leider existiert noch immer die Trennung zwischen Sachkostenträger und Schulverwaltung. Dadurch ist eine Behörde involviert, die von den Bedürfnissen im EDV-Bereich der Schule keine Ahnung hat - zudem kocht jede Gemeinde ihr eigenes Süppchen. Ein pädagogisches Netzwerk ist etwas völlig anderes als ein Firmennetzwerk.

    Wenn Sachaufwandsträger und Verwaltung in einer Hand liegen, funktioniert das um Klassen besser. Ich war einige Jahre als Sysadmin ans Schulamt abgeordnet. In dieser Zeit wurde die EDV dort immer stärker auf Fernwartung umgestellt und die Updates wurden zentral aus Stuttgart an alle angeschlossenen Schulämter ausgespielt. Da konnte ich mich dann auf Beratung und auf andere Aufgaben konzentrieren. So sollte es eigentlich sein.

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